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05.10.14

"Einfach unvergesslich" von Rowan Coleman


Es gibt Dinge, die vergisst man nicht. Nie. Das dachte auch Claire. Doch dann geschieht es immer öfter, dass da auf einmal nicht mehr ihre PIN, der Name ihrer Tochter oder die Farbe ihrer Vorhänge präsent im Kopf sind, sondern nur noch eine graue Nebelwand. Mit Anfang 40 erhält Claire die Diagnose Alzheimer, was nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben ihrer Familie völlig auf den Kopf stellt. Doch auch wenn sie immer mehr vergisst, so vergisst Claire nie die Liebe und fängt an, in ihrem Erinnerungsbuch all die kleinen und großen Dinge, die sie liebt und festhalten möchte, aufzuschreiben.

Dieses Buch ist mir durch sein aufsehen erregendes Cover und den tollen Klappentext aufgefallen. Mir gefällt das Cover mit seinen Punkten als Metapher, für all die Erinnerungen, die Claire in ihr Erinnerungsbuch schreibt, sehr gut. Ich weiß natürlich nicht, ob sich der Verlag bei der Gestaltung des Covers das gleiche gedacht hat, aber für mich passen Cover und Geschichte gut zusammen.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Claire und ihrer ältesten Tochter, Caitlin, erzählt. Durch Einträge in das Erinnerungsalbum kommen jedoch auch alle anderen, wichtigen, Personen zu Wort. Dadurch erfährt man einerseits wie es ist, so jung an Alzheimer zu erkranken, die Arbeit aufgeben zu müssen und zu wissen, nicht mehr selbst für die eigene Familie sorgen zu können. Andererseits erfährt man auch wie es ist, mit einem an Alzheimer erkrankten Menschen zusammen zu leben, was alles andere als einfach ist.

Sehr gut ausgearbeitet hat die Autorin, Rowan Coleman, die zwischenmenschlichen Beziehungen der Figuren untereinander. Auch auf diese Beziehungen hat Claires Erkrankung ihre Auswirkungen, was die Autorin ebenfalls sehr gut verdeutlicht. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Claire und ihrem 10 Jahre jüngeren Mann Greg ist schön. Davon zu lesen, wie sie ihn nicht als ihren geliebten Mann, sondern als Bedrohung empfindet, weil sie ihn nicht mehr erkennt, war deswegen ganz schön bitter.

Es gab viele Szenen, die mich schmunzeln ließen. Gerade  die Rückblicke in die Vergangenheit zeigen, dass Claire ein lustiger und lebensfroher Mensch gewesen ist. Doch auch bei der ein oder anderen Beschreibung einer durch Alzheimer verursachten Situation musste ich schmunzeln. Und unweigerlich sah ich mich mit der Frage konfrontiert, ob man das überhaupt darf, oder ob das unschicklich ist.

Es gab jedoch auch viele Szenen, welche sehr beklemmend gewesen sind. Gerade die Beschreibungen, wie Claire mit ihrem Gedächtnis kämpft, wie sie nach einem Wort oder einer Information sucht, von der sie weiß, dass sie da sein müsste, aber einfach nicht hinter die graue Nebelwand kommt – das war schon nicht einfach zu lesen. Jeder kennt es sicherlich, mal kurz etwas zu vergessen. Das ist meist nervig, in der Regel weiß man jedoch auch, dass der Gedanke kurz darauf wiederkommt. Wenn ich mir jedoch vorstelle, nicht mehr zu wissen ob das gesuchte Wort tatsächlich wiederkommt oder für immer weg ist und meinem eigenen Kopf nicht mehr trauen könnte, finde ich das sehr beängstigend.

Der Verlauf der Geschichte hat mir gut gefallen. Dabei gibt es auch einige kleinere Nebengeschichten, denn das Leben der anderen Figuren geht ja trotz Claires Erkrankung weiter, was das Buch für mich realistischer gemacht hat.

Einzig das Ende war mir ein wenig zu gewollt und irgendwie zu künstlich positiv.

Fazit:

„Einfach unvergesslich“ lässt sich sehr gut lesen. Die Figuren, aber auch die beschriebenen Situationen sind sehr gut ausgearbeitet. Das Buch ist sehr gefühlvoll, geht einem beim lesen nahe und verdeutlicht, welch ein Segen ein gesund funktionierendes Gehirn ist.


Einfach unvergesslich | Rowan Coleman | PIPER | 2014 | broschiert | 409 Seiten | ISBN 978-3492060011 | Preis: 14,00€ |

02.10.14

"Mutter des Monats" von Gill Hornby

© KiWi
Klappentext: 

"Auf, auf zum fröhlichen Mütterkampftag!

Wer sammelt am meisten Geld, backt den köstlichsten Kuchen, schreibt die besten Protokolle, hat den innigsten Kontakt zum Schulrektor, kurz: Wer wird Mutter des Monats? Intrigen, Schulbälle, Versammlungen und Kofferraumverkäufe - ein Schuljahr hat ja für die ehrgeizige Mutter noch so viel mehr zu bieten als die reine Hausaufgabenbetreuung und das Schmieren von Pausenbroten. Gill Hornby hat einen bitterbösen und saukomischen Roman geschrieben, der alle lesenden Mütter begeistern wird."

Quelle: KiWi 

Thematisch passt dieses Buch eigentlich überhaupt nicht zu meinen Interessen und ich bin auch keine Mutter. Dennoch hat es mich irgendwie angesprochen. Vielleicht war es das Wort "bitterböse" im Klappentext. 

Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, da der Schreibstil der Autorin sehr angenehm ist. Manchmal flogen die Seiten nur so dahin und ehe ich mich versah, war schon wieder ein Kapitel gelesen. Leider gibt es im letzten Drittel doch einen kleinen Hänger und das ganze hat sich etwas gezogen. Hier wären ein paar Seiten weniger vielleicht etwas mehr gewesen. 

Es kommen sehr viele Personen darin vor, am Anfang wirkte dies etwas verwirrend. Im Laufe der Geschichte erhält man jedoch mehr Informationen zu den einzelnen Figuren und kann sie dann auch recht gut auseinander halten. Gekonnt porträtiert die Autorin die verschiedenen Persönlichkeiten sowie ihre unterschiedlichen Charakterzüge. Die Figuren sind wirklich sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich als Leser ein sehr genaues Bild davon machen, welche Rolle welche Person in der Geschichte spielt und warum sie sich verhält wie sie sich verhält. Ebenfalls macht die Autorin sehr deutlich, dass jedes Verhalten bei anderen Menschen zu einer Reaktion führt, wie ineinander greifende Zahnräder. Überhaupt wirkt die ganze Geschichte auf mich wie ein einziges, großes ineinandergreifendes  Zahnrad und die Autorin erklärt scharfsinnig warum das so ist. 

Ich dachte, dass es sich bei "Mutter des Monats" um lockere und eher oberflächliche Kost handelt. Damit habe ich mich jedoch getäuscht, denn die Geschichte ist tiefgründiger als ich erwartet habe. Neben allen Aktivitäten rund um die Schule hat jede der Figuren ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen, die eine ein schwereres, die andere ein leichteres, alle sind jedoch "ernst genug" um zu verdeutlichen, dass auch das Leben dieser Mütter nicht nur aus Kuchen backen und Spenden sammeln besteht. Und wenn doch, so wird deutlich, dass es auch dafür Gründe gibt. 

Fazit: 

"Mutter des Monats" von Gill Hornby hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Besonders die Fähigkeit der Autorin, die einzelnen Figuren psychologisch so feinsinnig zu porträtieren, hat mich beim Lesen immer wieder beeindruckt. 


Mutter des Monats | Gill Hornby | KiWi | 2013 | Taschenbuch | 400 Seiten | ISBN: 978-3-462-04503-1 | 
Preis: 9,99€ | Leseprobe 

29.09.14

"Wer weiß, was morgen mit uns ist" von Ann Brashares


Prenna ist 17 und lebt seit einigen Jahren mit ihrer Mutter in New York. Die beiden gehören einer Gruppe von Menschen an, welche nach einem Virus mit verheerenden Folgen aus der Zukunft in die Vergangenheit geflohen sind. Doch dies darf niemand wissen und die Gemeinschaft hütet ihr Geheimnis gut. Dies ist jedoch mit strengen Regeln verbunden, welche Prenna wenn auch manchmal widerwillig befolgt. Doch dann lernt sie Ethan kennen und beginnt, die Dinge zu hinterfragen...

Der Klappentext von „Wer weiß, was morgen mit uns ist“ hat mich auf Anhieb angesprochen, denn ich mag sowohl Zeitreisen als auch Dystopien. Und auch wenn das Buch hauptsächlich in unserer aktuellen Zeit und Welt spielt, so sind die kurzen Beschreibungen der Zukunft, welcher Prenna entflohen ist, recht dystopisch.

Dies ist mein erstes Buch von Ann Brashares, welche bereits viele weitere Jugendbücher veröffentlich hat. Die Schreibe der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Ebenfalls konnte ich das Buch wirklich schnell lesen, was jedoch nicht immer an der Geschichte lag, denn der Spannungsbogen sinkt immer wieder erheblich ab.

Sowohl Prenna als auch Ethan sind für mich sehr blass geblieben und ich konnte keinen wirklichen Bezug zu ihnen aufbauen. Auch die Beziehung der beiden zueinander bliebt eher blass, für mich war da kein Kribbeln und Herzklopfen zu spüren.

Man erfährt nur wenig über die Geschehnisse. Beim lesen war es immer wieder so, als würde mir die Autorin eine lange Nase zeigen, weil sie mich so im Dunkeln tappen lässt. Bei mir hat dies nicht für Spannung gesorgt, sondern es hat mich genervt. Erst gegen Ende kommt etwas Licht ins Dunkel und einige Puzzle-Stückchen setzen sich zu einem Gesamtbild zusammen. Dennoch bleibt vieles offen, was mich gestört hat. Dadurch wirkt die Geschichte sehr unausgereift, so als hätte die Autorin keine Lust gehabt, sich mit Details zu beschäftigen und wäre deswegen einfach nicht in die Tiefe gegangen.

Ich hatte beim Lesen auch immer wieder den Eindruck, als wäre die Geschichte unlogisch. Dies war jedoch häufig nicht greifbar. Um nicht zu viel vom Inhalt zu verraten, kann ich auf diesen Punkt nicht näher eingehen.

Das Ende war mir auch zu offen. Zu viele Dinge sind ungeklärt geblieben. Zudem gibt es einen Cliffhanger, welcher eigentlich optimal für einen zweiten Band wäre. Soweit ich weiß, soll es sich bei „Wer weiß, was morgen mit uns ist“ aber um einen Einzelband handeln.

Gut gefallen hat mir hingegen, dass das Buch deutlich unsere Lebensweise und unseren Umgang mit der Umwelt kritisiert. Die Autorin verdeutlicht, dass wir eigentlich genau wissen, was uns bevorsteht (Klimawandel, Änderung der Vegetation, die Folgen der Umweltverschmutzung), dies aber aus Bequemlichkeit nicht ändern.

Schade finde ich, dass das deutsche Cover nichts mit dem Originalcover gemeinsam hat. Durch das deutsche Cover wirkt das Buch äußerlich recht langweilig und nichtsagend.

Fazit:

Das Buch ließ sich schnell lesen und hat trotz aller Kritikpunkte durchaus einen Unterhaltungsfaktor. Eine gut ausgearbeitete Geschichte sollte man jedoch nicht erwarten, denn dies kann die Autorin leider nicht bieten.

Eigentlich vergebe ich stets glatte Zahlen als Wertung, kann mich hier aber einfach nicht entscheiden. Deswegen gibt es 2,5 Herzchen.

 Wer weiß, was morgen mit uns ist | Ann Brashares | cbj | 2014 | 320 Seiten | ISBN: 978-3570159477 | Preis: 16,99€ 

26.09.14

"Dicke Freunde" von Stephan Bartels


An seinem 30. Geburtstag besucht Simon überraschend seine Freundin im Büro. Dabei erwischt er sie in flagranti mit einem anderen Mann. Katja gibt ihm die Schuld an ihrem Fremdgehen, schließlich habe er im Laufe ihrer Beziehung 25 Kilo zugenommen und sei einfach nicht mehr attraktiv genug. Kurzentschlossen zieht er aus der gemeinsamen Wohnung aus und findet Unterschlupf bei seinem Arbeitskollegen Hotte. Hotte ist noch dicker als Simon und mit Hilfe einer weiteren Kollegin beginnen die beiden abzunehmen. Von der Ananas-Diät über Fasten-Wandern in den Bergen bis zu Weight Watcher Treffen probieren die beiden alles aus und werden dabei richtig dicke Freunde. 

Ich wurde durch das Cover auf das Buch aufmerksam, denn Elefanten lenken einfach immer meinen Blick auf sich. Da der Klappentext interessant klang, habe ich das Buch direkt via Onleihe ausgeliehen. Bücher über Gewichtsprobleme kannte ich bislang nur aus weiblicher Sicht und war deswegen gespannt, das für mich erste Buch aus männlicher Sichtweise darüber zu lesen. 

Die Geschichte spielt im Jahre 1999 und es war zu Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, von Modems, Videokassetten und der Deutschen Mark zu lesen, gleichzeitig war es aber auch irgendwie witzig. Stephan Bartels hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil. Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet und wirkten echt. Sowohl Simon als auch Hotte verändern sich und sind am Ende der Geschichte nicht mehr die, die sie am Anfang waren. Als Leser wird man Zeuge dieser Veränderungsprozesse und weiß manchmal auch mehr über das Geschehen, als die Figuren selbst, was die Geschichte teilweise leicht voraussehbar macht.

In "Dicke Freunde" behandelt Stephan Bartels verschiedene Aspekte des Dick-seins. Er zeigt auch, warum eine Diät schwierig und beängstigend sein kann und dass Menschen, die an einer Diät scheitern, nicht zwangsläufig willensschwach sein müssen, sondern auch noch ganz andere Dinge dahinter stecken können. Der Autor spielt nicht mit Klischees, sondern beschreibt realistisch das Leben seiner Protagonisten. 

Die Länge des Buches war mit 352 Seiten genau richtig. Ich hätte zwar gerne noch weitergelesen und auch gerne noch mehr über die ein oder andere (Neben-)Figur erfahren, aber dann hätte sich die Geschichte vermutlich verlaufen. "Dicke Freunde" hat mich gut unterhalten und ich mochte Simon, Hotte und die anderen Figuren. Stephan Bartels hat gekonnt ein ernstes Thema in eine leichte Geschichte integriert, ohne oberflächlich zu werden. Klare Leseempfehlung! 


Dicke Freunde | Stephan Bartels | Heyne | 2014 | ebook Ausgabe | 352 Textseiten | 8,99€

23.09.14

Katzen! Band 1: Katzen-Cha-Cha von Brrémaud und Antista


Bereits vor einiger Zeit habe ich einen Ausflug ins mir unbekannte Genre der Comics unternommen und habe mich nun zum zweiten Mal in dieses mir fremde Genre gewagt.

„Katz-Cha-Cha“ ist der erste Band der mehrteiligen Comic-Serie „Katzen!“. Die Geschichten sind von Brrémaud und die Zeichnungen von Paola Antista. Die Übersetzung erfolgte durch Jano Rohleder.

Auf 47 Seiten wird die Geschichte der Freundinnen Manou, Erika und Camille sowie ihren Katzen erzählt. Eigentlich möchte Manou einen Hund haben, verliebt sich dann jedoch auf den ersten Blick in einen kleinen Kater. Pampelmuse und Manou sind fortan nur noch selten ohne einander anzutreffen. Manous Freundin Erika ist jedoch allergisch gegen Katzen und gar nicht davon begeistert, dass Manou sich für eine Katze und nicht für einen Hund entschieden hat. Doch schnell werden auch Erika und Camille von Manous Begeisterung für Katzen angesteckt und schaffen sich ebenfalls eine Katze an. Zu sechst erleben sie nun allerlei aufregende Situationen.

Als ich angefangen habe, den Comic zu lesen, dachte ich zu erst, es handle sich um eine durchgehende Geschichte und war entsprechend verwundert über die abrupten Themen- und Szenenwechsel. Dann habe ich jedoch die einzelnen Artikelüberschriften entdeckt und mir wurde klar, dass hier mehrere Episoden erzählt werden. Daraufhin habe ich noch einmal von Vorne angefangen. Ohne die oben beschriebene Verwunderung las sich der Comic dann gleich viel besser ;- )

Die einzelnen Zeichnungen gefallen mir sehr gut. Man bekommt dadurch einen sehr guten Eindruck von der beschriebenen Szene. Die Texte werden meist durch die Bilder, gerade auch durch die Mimik und Gestik der Figuren, ergänzt. Manche Zeichnungen wirken auf mich jedoch fast schon ein wenig überspitzt. Schön finde ich, dass ich beim wiederholten Lesen in den Zeichnungen noch neue kleine Details entdecken konnte, die mir beim ersten Lesen glatt nicht aufgefallen sind. Die meisten Kapitel sind in den für dieses jeweilige Kapitel gleichen Farben gehalten, was zu einem guten Gesamtbild führt.

Wie bereits beschrieben, setzt sich der Band aus mehreren kleineren Geschichten zusammen. Manche gehen nur über eine Seite, manche über mehrere. Dabei werden verschiedene Themen behandelt und die Mädchen und ihre Katzen geraten in die unterschiedlichsten Situationen. Ich musste häufig schmunzeln und habe auch mehr als einmal meine Katzen wiederentdeckt. Insgesamt sind die einzelnen Episoden wirklich nett zu lesen.

An der Geschichte selbst hat mir nicht gefallen, dass Erika sich trotz Allergie eine Katze anschafft. Vielleicht bin ich schon zu alt für den Comic, vielleicht habe ich auch einfach schon zu viel Leid von nicht mehr gewollten Tieren gesehen, aber mir ist es nicht gut gelungen, darüber hinwegzusehen. Mag so etwas im Comic noch gut gehen, geht es in der Realität in den wenigsten Fällen gut und da das Buch für Leser ab 6 Jahren ist, gefällt mir der Umgang mit dieser Thematik einfach nicht.

Fazit:

„Katz-Cha-Cha“ konnte mich gut unterhalten und ich habe den Comic gerne gelesen. Auch die Zeichnungen haben mir gut gefallen. Einzig der Umgang mit dem Thema Allergie hat mir nicht so gut gefallen. Insgesamt bietet der Comic jedoch gute, humorvolle Unterhaltung. Allerdings sollte man Katzen oder zumindest Tiere mögen, wenn man den Comic liest.


Katzen! Band 1: Katzen-Cha-Cha | Brrémaud und Antista | DANI BOOKS | 2014 | Hardcover |  47 Seiten | ISBN: 978-3-944077-61-1 | Preis: 12,99€ | Leseprobe

Vielen lieben Dank an DANI BOOKS für das Rezensionsexemplar.

21.09.14

Bücher bilden Zukunft! Die Bücher Börse Köln der FH sowie meine Ausbeute

Gestern und heute fand / findet an der FH Köln in der Claudiusstraße 1 die Bücher Börse Köln statt. Insgesamt werden hier um die 15 000 gebrauchte Bücher für Preise zwischen 1 und 3 Euro verkauft. Die Bücher können vorab an die Organisatoren gespendet werden. Alle Erlöse der Bücher Börse gehen an Bildungseinrichtungen in Malawi. So konnten in der Vergangenheit bereits gemeinsam mit der abc-Gesellschaft zur Förderung des Lesen- und Schreibenlernens in der 3. Welt e.V. der Bau einer Schule und eines Kindergartens für Waisenkinder realisiert werden. Nachdem mir eine Arbeitskollegin von der Bücher Börse erzählt hat, war mir klar, dass ich dahin muss und ich habe mich gefragt, wieso mir die Bücher Börse in der Vergangenheit entgangen ist.


Verteilt auf lange Tischreihen lagen die Bücher geordnet nach Genres in den Gängen der FH aus. Unter den Tischen standen weitere Kisten mit Büchern. Meine Schwester und ich waren gestern gegen 14.30 Uhr da und es waren noch viele Bücher da. Viele der angebotenen Bücher sind schon älter, viele jedoch auch Bestseller gewesen und entsprechend bekannt. Dan Brown und Barbara Wood waren sehr häufig vertreten, es gab jedoch auch Bücher unbekannterer Autoren. Insgesamt war die Auswahl der Bücher recht vielfältig.

Alle Bücher sind sauber und entstaubt gewesen. Alten, vergilbten Schund mit losen Seiten suchte man hier vergeblich. Mittels kleiner farbiger Aufkleber konnte man das Buch der jeweiligen Preiskategorie zuordnen. Fündig geworden bin ich natürlich auch.

Mir hat die Bücher Börse Köln gut gefallen und nächstes Jahr werde ich darauf achten, den Termin nicht zu verpassen. Definitiv empfehlenswert für alle aus Köln und Umgebung, denn Bücher kaufen und dabei Gutes tun ist eine schöne Sache.

Hier sind meine Neuzugänge:


"Der Hase mit dem halben Ohr" von Boy Lornsen habe ich aus sentimentalen Gründen gekauft. Das Buch habe ich in der ersten oder zweiten Klasse gelesen und als ich es gesehen habe, musste ich es einfach mitnehmen.

"Rheines Gold" von Andrea Schacht war ein Zufallsfund. Ein spannender historischer Roman mit Köln als Handlungsort klingt doch genau richtig für den nahenden Herbst.

"Unerwartet schöne Tage" von Katharine Noel wurde mir bereits vor Jahren von einer Freundin empfohlen und stand seit dem auf meiner Merkliste. Nun habe ich die Gunst der Stunde genutzt und das Buch mitgenommen. Vermutlich werde ich es jedoch nicht so bald lesen, denn nach der Thematik steht mir momentan überhaupt nicht der Sinn.

"Die Musik der Wale" von Wally Lamb ist mir vom Titel her natürlich ein Begriff gewesen, ich habe das Buch aber nie gelesen. Auf der Bücher Börse habe ich jedoch besagte Kollegin getroffen, welche mir die Börse auch empfohlen hat, und sie drückte mir das Buch in die Hand. Da sie zu den Menschen gehört, deren Buchempfehlungen ich vertraue,  kam das Buch auch mit.

Kennt ihr eines der Bücher?