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21.08.14

"Dein eines, wildes, kostbares Leben" von Jessi Kirby


Parkers Leben scheint vorgezeichnet zu sein, nach der Schule soll sie Medizin studieren und steht in der Endauswahl der Kandidaten für ein Stipendium. Dieses Stipendium wurde zu Ehren von Julianna und Shane, zwei vor 10 Jahren tödlich verunglückten Jugendlichen aus Parkers Heimatort, ins Leben gerufen. Doch als Parker auf die Frage "Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden kostbaren Leben?" ihres Englischlehrers stößt, beginnt sie über sich und ihr Leben nachzudenken. Als Parker kurz darauf zufällig Juliannas Tagebuch findet, stellt sie fest, dass alles ganz anders ist als es scheint. Parker begibt sich auf Spurensuche und taucht tiefer ein in Juliannas scheinbar perfektes Leben. Dabei erfährt sie nicht nur was damals wirklich geschah, sondern lernt auch eine Menge über sich selbst. 

Jessi Kirbys Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Ich konnte sehr schnell in die Geschichte einfinden. Sowohl die Figuren und Örtlichkeiten, als auch Situationen und Gefühle sind sehr gut und bildlich beschrieben, weswegen ich mir ein sehr gutes Bild vom Setting des Buches machen konnte. Einige Wendungen und Geschehnisse sind voraussehbar und beim lesen wusste ich meistens auch, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Dennoch wurde die Geschichte dadurch zu keinem Zeitpunkt langweilig. 

Zwischen den beiden Buchdeckeln befinden sich viele wunderschöne Sätze, die ich teilweise mehrfach gelesen habe, einfach weil sie so schön waren. Ebenfalls machen sowohl einzelne Sätze als auch die ganze Geschichte an sich sehr nachdenklich. Auch wenn ich keine 17 mehr wie Parker bin, habe ich mich während des Lesens mehr als einmal selbst gefragt "Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden kostbaren Leben?". Während des Lesens hat mich das Buch emotional berührt, ein paar Tage nach dem Lesen war diese Rührung jedoch wieder weg. 

Fazit: 

Mir hat "Dein eines, wildes, kostbares Leben" von Jessi Kirby sehr gut gefallen. Das Buch ist eine wirklich gute Sommerlektüre, mit einer schönen Story die nachdenklich macht aber auch spannend ist sowie über gut dargestellte Protagonisten verfügt. Ich kannte die Autorin vorher nicht, habe inzwischen jedoch ein weiteres Buch von ihr auf dem SUB (Stapel ungelesener Bücher). 

Dein eines, wildes, kostbares Leben | Jessi Kirby | KOSMOS | 2014 | Hardcover | 301 Seiten | ISBN: 978-3440144480 | Preis: 14,99€

19.08.14

Bloggerlatschen: Birkenstock Gizeh

In den letzten Wochen und Monaten war ein Trend auf Modeblogs, Instagram aber auch draußen auf der Straße nicht mehr zu übersehen: Birkenstocks sind wieder salonfähig geworden. Gleichzeitig machte in meiner Nachbarschaft ein Birkenstock Outlet Store auf und ich laufe mindestens zwei mal am Tag an den großen Schaufenstern des Ladens vorbei. Und langsam aber sicher verspürte ich den Wunsch, mir auch welche zu kaufen. Habe ich mich erst selbst noch ein wenig belächelt, gefiel mir der Gedanke an bequeme und gesunde Schuhe nach einer Weile jedoch richtig gut und ich surfte immer wieder durchs Internet um zu schauen, welche Modelle mir gefallen.

Schwarze Gizeh sollten es dann werden, kaufen wollte ich jedoch lokal. Zum einen natürlich, um die Schuhe anprobieren zu können, zum anderen fände ich es irgendwie schwachsinnig etwas online zu bestellen was ich 2 Häuser weiter direkt kaufen kann. Die Auswahl im Birkenstock Outlet Store Köln ist gut, auch in großen Größen gab es viele verschiedene Modelle und Farben.


Die Eingewöhnungszeit war ein wenig schmerzhaft und ich habe mir mehrfach Blasen gelaufen. Vor allem der Zehensteg war zu Anfang sehr hart und unflexibel. Zum Glück habe ich vor dem Kauf mehrfach gelesen, dass man die Gizehs erst eine Weile einlaufen muss, weswegen ich durchgehalten habe. Ohne diese Info hätte ich das Experiment Birkenstock wohl sehr schnell als beendet erklärt. Nach etwa 10 Tagen war das Einlaufen aber überstanden und seit dem liebe ich meine Birkis. Sie sind unfassbar bequem, auch auf langen Strecken und ich bin froh, sie zu haben.

Inzwischen liebäugele ich mit dem nächsten Paar Birkenstock. Und dem übernächsten, denn für den Herbst und Winter sind die Gizehs doch eher ungeeignet. Aber im Schaufenster des Outlet Stores habe ich schon schönen Ersatz erspäht, denn von Birkenstock gibt es nicht nur Schlappen, sondern auch schöne Schuhe.

16.08.14

"Vegan für Alle: Warum wir richtig leben sollten" von Jan Bredack


"Vom Karrieristen und Fast-Food-Konsumenten zum glücklichen Veganer: Warum beschließt ein erfolgreicher Mercedes-Manager, das alte Leben hinter sich zu lassen und ganz neu anzufangen? Jan Bredack erzählt seine eigene Geschichte und sein kritischer Blick auf unsere Gesellschaft zeigt: Vegan bedeutet nicht nur fleischlos essen, sondern: Leben für alle!"
Quelle: Piper

Jan Bredacks Biografie „Vegan für alle“ interessierte mich gleich aus zwei Gründen. Zum einen finde ich es interessant, wenn Menschen ihr Leben radikal ändern und lese gerne von solchen Veränderungen und den Hintergründen dafür. Zum anderen beschäftige ich mich momentan wieder verstärkt mit dem Thema Ernährung. Und somit passte das Buch gut zu meinen Interessen und ich habe es mit großer Neugierde gelesen. Oder besser gesagt verschlungen, denn ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und für kurze Zeit schien das Buch wie an meiner Hand festgetackert gewesen zu sein.

Jan Bredacks Schreibstil hat mir von der ersten Seite an gut gefallen. Er schreibt sehr flüssig und angenehm. Er berichtet abwechselnd aus seinem Leben und von „veganen Themen“ wie Tierschutz, Honig, Milch oder Leder. Auf den ersten Blick wirkte die Anordnung der Kapitel auf mich sehr sprunghaft, denn nach einem biografischen Kapitel kam meist ein Kapitel mit einem der „veganen Themen“. Nach einer Weile konnte ich jedoch durchaus einen roten Faden erkennen und fand die thematische Abwechslung auflockernd.

Ich fand Jan Bredacks Lebensgeschichte sehr interessant. Man erhält einen guten Eindruck des Jans von früher und heute. Jan Bredack schreibt sehr offen über seine Vergangenheit und beschönigt nichts, sondern gibt zu, dass er früher kein Verständnis für sämtliche Körnerfresser hatte und vollkommen andere Ziele im Leben verfolgte als heute. Auf mich hat der Autor einen sehr sympathischen Eindruck gemacht, gerade auch weil er bodenständig wirkt und das Buch aus meiner Sicht keine Selbstbeweihräucherung darstellt.

Der Autor ist Gründer der veganen Supermarktkette Veganz. Natürlich werden seine Läden im Buch thematisiert und man erhält viele Informationen. Ich fand dies sehr interessant und auf mich wirkte dies auch tatsächlich wie Information und nicht wie plumpe Werbung. Darauf, dass es demnächst auch in Köln eine Veganz Filiale geben soll, habe ich mich nämlich schon vor dem lesen des Buchs gefreut.

Doch nicht nur in Bezug auf die Person Jan Bredack und seine vegane Supermarktkette war das Buch sehr interessant, sondern auch in Bezug auf andere Themen. So war für mich beispielsweise der Begriff „Transition Towns“ völlig neu und ich fand es interessant, davon zu lesen. Ebenfalls interessant fand ich die Gastbeiträge wie z.B. von Jan Pfeifer zum Thema Massentierhaltung.

Jan Bredack missioniert für mein Empfinden nicht, sondern geht lieber mit gutem Beispiel voran, klärt auf und zeigt Alternativen. Der Slogan von Veganz lautet „Wir lieben Leben“ und Jan Bredack vermittelt dies in „Vegan für alle“ glaubhaft.

Fazit:

Ich hatte vor dem Lesen ein wenig Bedenken, ob das Buch nicht einfach nur platte Werbung mit einer Portion Selbstdarstellung ist. Dies hat sich jedoch nicht bewahrheitet. „Vegan für alle“ ist gut geschrieben, informativ und kommt ohne Moralkeule aus. Für mich definitiv das beste Sachbuch seit langem.


Vegan für Alle: Warum wir richtig leben sollten | Jan Bredack | Piper | 2014 | Hardcover | 256 Seiten | ISBN: 978-3492056304 | Preis: 19,99€

06.08.14

[HOMETOWN EXPLORATION] Burgerlich & Residenz Film Lounge

Die [HOMETOWN EXPLORATION] Juli kommt leider ein wenig verzögert, dafür jedoch gleich doppelt daher. Im Juli bin ich nämlich an zwei Orten gewesen, welche auf meiner to-see-in-Cologne-Liste standen.

Vom Burgerlich in Köln habe ich schon viel positives gehört und tolle Bilder bei Instagram gesehen, weswegen ich sehr neugierig auf den Laden gewesen bin. Nach einer Bibliotheks- und Shoppingtour und somit entsprechend voll bepackt und hungrig, haben mein Freund und ich das Burgerlich besucht. „No ordinary Hamburger“ ist das Credo des Burgerlichs und ich war gespannt, ob dieses Versprechen gehalten werden kann.

Gut erreichbar auf dem Hohenzollernring gelegen, kann man das Burgerlich gar nicht verfehlen. Durch die große Glasfassade ist das Restaurant hell und freundlich. Obwohl die Location mich äußerlich ein klein wenig an ein Goldfischglas erinnert, fühlt man sich innen nicht von außen beobachtet. Einrichtung und Dekoration sind modern, man sieht warme Farben und viel Kupfer und erkennt Elemente der Speisekarte in der Dekoration wieder.
Burgerlich Köln
© Burgerlich
Die Bestellung erfolgt via Tablet und nach einer kurzen Erklärung durch eine freundliche Servicedame funktioniert dies sehr einfach und gut. Es gibt Burger (mit Rindfleisch-Patty, Huhn, Lachs oder in der vegetarischen Variante mit Portobello-Pilz) in verschiedenen Varianten wie Cheese oder Chili Burger, Salate, Gemüse, zwei verschiedene Sorten Pommes, Chips, verschiedene Getränke und Nachspeisen. Alles wird frisch und vor Ort zubereitet, die Kartoffeln werden erst in der Küche zu Pommes und Chips verarbeitet und auch das Rindfleisch für die Pattys wird frisch vor Ort gewolft. Auch auf der Getränkekarte findet sich selbstgemachtes wie Limonaden und Shakes und das Eis wird von einer Eismanufaktur für das Burgerlich hergestellt. Und klar, auch die Burgerbrötchen werden in 3 Varianten eigens für das Burgerlich gemacht und im Lokal frisch aufgebacken.

Nach Absenden unserer Bestellung kamen sehr schnell die Getränke und auch die bestellten Burger und Sides ließen nicht lange auf sich warten. Die Burger sahen genauso lecker aus wie auf den Bildern der Speisekarte und haben fantastisch geschmeckt. Ich habe noch nie so einen guten Burger gegessen! Auch die Kartoffelchips waren super lecker, ebenso der Schokoshake meines Freundes. Vor lauter Begeisterung habe ich völlig vergessen, Bilder zu machen. Ja, ich weiß, Schande über mein Bloggerhaupt.

© Burgerlich
Der Service war immer sehr schnell und freundlich und trotz der Bestellung via Tablet haben wir uns zu keinem Zeitpunkt irgendwie alleine gelassen gefühlt. Die Bestellungen werden übrigens auf eine Karte gebucht, die Zahlung erfolgt dann am Ausgang.

Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich sehr fair. Das Essen hat eine gute Qualität, schmeckt fantastisch und die Größe der Portionen ist völlig in Ordnung. Die Preise für die Burger liegen zwischen 5,00 und 7,75€, für eine hausgemachte Limo bezahlt man 2,75€ und die Pommes kosten 2,00€.

Das Burgerlich gehört ab sofort zu meinen Lieblingsrestaurants in Köln und während ich dies schreibe, komme ich in große Versuchung, gleich in die Innenstadt auf den Hohenzollernring zu fahren :) Momentan gibt es das Burgerlich nur in Köln, eine Filiale in Hamburg ist jedoch in Planung.

Burgerlich Köln
Hohenzollernring 25
50672 Köln
www.burgerlich.com


Die zweite [HOMETOWN EXPLORATION] im Juli führte mich wieder auf die Ringe, in die Residenz Film Lounge. Ich mag Kinos die Flair haben und in denen man sich nicht fühlt wie in einer Legebatterie für Hühner und bin früher regelmäßig ins Kino gegangen. Seit ich jedoch vor 4 Jahren mit meinem Freund zusammengezogen bin, lebe  ich in einem Haushalt mit Beamer statt Fernseher und durfte schon die Erfahrung machen, dass die Kinoleinwand kleiner gewesen ist als die Leinwand zu Hause. Keine Übertreibung. Deswegen gehen wir inzwischen nur noch selten ins Kino und obwohl es die Residenz Film Lounge schon seit einer Weile gibt, bin ich deswegen erst jetzt da gewesen.

Bereits beim Betreten macht das Residenz durch die große Bar einen ganz anderen Eindruck als „normale“ Kinos. Nach dem Kauf der Eintrittskarten kann man sich an der Bar einen im Eintritt enthaltenen Welcome Drink abholen und an Stehtischen auf den Einlass warten. Popcorn, Käsenachos und Cola aus dem 2 Liter-Becher sucht man hier vergeblich, dafür gibt es Cocktails, Wein, Champagner, Käseplatten und Obstsalat. In der Zeit zwischen Einlass und Filmbeginn wird man auch am Platz bedient.

Der Kinosaal war groß, roch angenehm nach frischem Leder und ein wenig nach Möbelhaus und
beeindruckte mich durch eine stimmungsvolle Kombination aus Licht, Musik und Ambiente. Es gibt Einzel- und Doppelsitze in angenehmer Größe und mit ausreichend Abstand zum Sitznachbarn. Kämpfe um die Armlehne mit fremden Menschen sind hier auch nicht mehr nötig, denn jeder hat seine eigene Armlehne inkl. Champagnerkühler und Platz zur Ablage von Gläsern. Auch lange Beine kann man bequem ausstrecken und die Sitze kann man auch noch nach hinten lehnen. Auf den Logen-Sitzen hat man zusätzlich auch noch einen Hocker als Fußablage. Es war wirklich sehr angenehm, so bequem zu sitzen und anders als in Kinos mit engen Klappstühlen wurde ich auch nicht irgendwann unruhig und begann nicht wie sonst hin und her zu rutschen um eine halbwegs bequeme Position zu finden.

Der Sound im Kino war sehr gut und auch die Darstellung des Films in 3D war gut. Nur die 3D-Brillen waren sehr schwer, was etwas unangenehm war. Störend war auch, dass mir die Brille durch das hohe Gewicht immer wieder von der Nase rutschen wollte.

Angeschaut haben wir uns  die Literaturverfilmung „Die Karte meiner Träume“ des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet. Jeunet drehte auch „Die fabelhafte Welt der Amélie“, weswegen ich sehr gespannt auf den Film gewesen bin. Der Film war ganz anders als erwartet und hatte leider einige Längen, war insgesamt aber – auch durch die schönen Landschaftsaufnahmen – nett anzusehen.

Insgesamt hat mir die Residenz Film Lounge sehr gut gefallen. Das Ambiente ist gehoben und sehr angenehm, die Sessel sind bequem und man hat ausreichend Platz. Ich war im Vorfeld auf Grund der im Vergleich zu anderen Kinos (je nach Film und Uhrzeit) höheren Eintrittskosten etwas unsicher, ob sich das wirklich lohnt, kann jetzt aber nur sagen, dass es sich lohnt, wenn man einen besonderen Kinobesuch erleben möchte.

Residenz – eine ASTOR Film Lounge
Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32
50672 Köln
www.koeln.astor-filmlounge.de 

Zwei Locations, zwei schöne Abende, zwei schöne Orte in Köln entdeckt. Das hat sich gelohnt. 


Zukünftig werde ich immer am letzten Sonntag im Monat einen in Köln neu entdeckten Ort in der Rubrik [HOMETOWN EXPLORATION] vorstellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, mitzumachen und im August auch in eurem Heimatort auf Entdeckungstour geht. Veröffentlicht wird der Beitrag dann am jeweils letzten Sonntag im Monat, also das nächste mal am 24. August. Den Link zu eurem Beitrag könnt ihr dann in meinem entsprechenden Beitrag als Kommentar hinterlassen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir so eine schöne Sammlung an tollen, sehenswerten Orten zusammen bekämen! Die Grafik darf natürlich gerne mitgenommen werden.

Vorherige Entdeckungstouren:

Mai: Flora Köln
Juni: Alter Geusenfriedhof 

22.07.14

Blitzverlosung auf Twitter: "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover

 "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover hat mir sehr gut gefallen, wie ihr auch in meiner Rezension nachlesen könnt. Ich habe gerade ein paar Bücher aussortiert und werde die meisten in den offenen Bücherschrank bringen. Aber eben nicht alle, weswegen ihr auf Twitter gerade ein Exemplar von "Weil ich Layken liebe" gewinnen könnt:

17.07.14

"Playing with matches" von Brian Katcher


Leon besucht die High School, versucht dort nicht groß aufzufallen, hängt in seiner Freizeit mit seinen Freunden rum, steht auf schlechte Witze und wünscht sich eine Freundin. Eine, die mit ihm redet, ihn mag und für die er so wie er ist wundervoll ist. Und eine, mit der er erste sexuelle Erfahrungen machen kann. Wie alle anderen Jungs himmelt er Amy Green, eine Mitschülerin, an. Amy lässt ihn jedoch links liegen. Eines Tages bekommt Leon dann eine neue Schließfach-Nachbarin; Melody, auch hämisch Scarface genannt, da sie als Kind bei einem Unfall schreckliche Verbrennungen im Gesicht erlitt. Als Melody anfängt, über Leons schlechte Witze zu lachen, freunden die beiden sich an und werden später auch mehr als nur Freunde. Doch dann beginnt auch Amy sich für Leon zu interessieren und er muss sich entscheiden.

Auch wenn die Inhaltsbeschreibung nach einer gewöhnlichen High School-Romanze klingt, sollte man sich davon keinesfalls abschrecken lassen. Denn "Playing with matches" von Brian Katcher ist alles andere als eine gewöhnliche Romanze. Dies liegt vor allem an Brian Katchers hervorragendem Schreibstil. Es gibt nur wenige Autoren, die es schaffen, mich mit ihren Worten so sehr zu berühren. Die Geschichte von Leon und Melody ist nicht immer einfach und häufig voller Schmerz. Und genau dieser Schmerz wird beim lesen unheimlich spürbar und hat mich mehrfach voll erwischt. So wie wenn man an einem Regentag am Straßenrand steht und ein Auto so schnell durch eine Pfütze fährt, so dass man komplett nass wird. Doch die Geschichte hat auch sehr schöne Seiten, ich musste immer wieder lächeln und fand es sehr schön zu lesen, wie Leon und Melody sich annähern und ihre erste, zarte Zweisamkeit genießen. Müsste ich "Playing with matches" in nur einem Wort beschreiben, wäre dies "Bittersüß".

Der Autor schreibt sehr lebhaft und ich habe mich ständig wie eine heimliche Beobachterin gefühlt. Gut gefällt mir auch, dass man einen sehr guten Einblick in Leons Gedanken und Gefühle erhält. Ich finde sein Verhalten nicht immer richtig, aber ich konnte immer nachvollziehen, warum er gehandelt hat, wie er nunmal handelte. Die Handlungen der Figuren sind stets sehr schlüssig und psychologisch feinsinnig.

Eigentlich wusste ich von Anfang an, wie die Geschichte verlaufen wird. Erst gegen Ende gab es dann doch die ein oder andere interessante kleine Wendung, die so nicht komplett vorhersehbar war. Dennoch habe ich das Buch mit Spannung gelesen, denn es lebt durch seine Figuren, welche sich alle im Verlauf der Geschichte weiterentwickeln. Diese Veränderungen mit zu erleben war sehr interessant.

Fazit:

Mich hat "Playing with matches" sehr berührt, teilweise auch traurig gemacht. Dennoch habe ich es binnen kürzester Zeit gelesen und konnte es kaum aus den Händen legen. Brian Katchers Schreibstil ist großartig, sehr gefühlvoll und lebendig. Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung.


Playing with matches | Brian Katcher | Laurel Leaf | 2009 | Taschenbuch | 304 Seiten | ISBN: 978-0385735452 


Lieben Dank an dieser Stelle noch einmal an Brian, der mir das Buch einfach so zugeschickt hat, nachdem ich hier schrieb, dass es auf meiner Wunschliste steht.