Dass man nicht immer modernste Kriminaltechnik und hochstudierte Ermittler braucht um trotzdem einen spannenden Krimi zu schreiben beweist Oliver Pötzsch mit seinem Buch „die Henkerstochter“. Im bayerischen Ort Schongau wird ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen, kurz darauf stirbt ein weiterer Junge. Eine Schuldige ist mit der Hebamme Martha Stechlin schnell gefunden.

Ausgerechnet der Henker, Jakob Kuisl, glaubt nicht an die Schuld der Hebamme. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena, und dem jungen Medicus Simon macht er sich auf die Suche nach dem wahren Täter.

Einmal angefangen ist es schwer das Buch wieder loszulassen. Dafür sorgt nicht nur der schöne Schreibstil des Autors sondern auch die gut dargestellten Protagonisten des Buches. Mir gefällt, dass die Protagonisten ihre Stärken aber auch Schwächen haben und nicht nur einseitig dargestellt sind.
Schmunzeln musste ich immer wieder bei einigen Dialogen und konnte den bayerischen Dialekt fast schon hören. Dies sollte aber niemanden abschrecken das Buch zu lesen, man versteht es auch als Nicht-Bayer.

Nach der Hälfte des Buches hatte ich eine erste Ahnung wer der „Täter“ ist, welche sich dann am Ende auch bestätigt hat. Meinem Lesevergnügen hat dies jedoch keinen Abbruch getan.
Insgesamt ein wirklich spannendes Lesevergnügen und über ein Wiedersehen mit Jakob, Magdalena und Simon würde ich mich sehr freuen.

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Tb (1. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548268528
Preis: 8,95 Euro