Der Wissenschaftsjournalist Richard Troller, den alle nur Troller nennen, erhält eine mysteriöse eMail von einem Absender namens Kant. Kurz darauf geschieht der erste Mord und Troller erhält weitere eMails. Zusammen mit seiner Kollegin und Lebensgefährtin Jane Andersen fängt Troller an für einen Artikel über die Geschehnisse zu recherchieren. Unweigerlich werden die beiden immer tiefer in die Geschehnisse verwickelt und in einen Sumpf aus Wissenschaft, Macht, Geld und Verbrechen gezogen.

Die Kritik der mörderischen Vernunft war der erste Wissenschaftsthriller den ich gelesen habe und das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch, was sicher auch daran gelegen hat dass sie sehr menschlich und nicht als makellose Superhelden wie in so manch anderen Thrillern dargestellt wurden.

Jens Johler hat einen Blick für Details bei der Beschreibung von Situationen, dabei verliert er sich jedoch nicht in den Details. Das hat mir sehr gut gefallen und das Buch lässt sich dadurch wirklich gut lesen.

Eigentlich wäre das Buch ein wahrer Pageturner, wären nicht einige der im Buch angesprochenen Themen und Experimente so erschreckend, dass ich immer wieder innehalten musste um darüber nachzudenken.

Auch ist mir durch das Buch bewusst geworden wie nahe wissenschaftlicher Fortschritt und ethische und moralische Fragen beeinander liegen. Durch das Buch gibt der Autor einen interessanten

Einblick in diese Fragen.

Insgesamt ein wirklich absolut lesenswerter Thriller!

# Broschiert: 544 Seiten
# Verlag: Ullstein Tb (14. Januar 2009)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3548269540
Preis: 9,95 Euro