Film-Tipp: the help



Vor rund einem Jahr habe ich "Gute Geister" von Kathryn Stockett gelesen. Das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt und gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Als ich erfahren habe, dass das Buch unter dem Namen "the Help" verfilmt wird, stand für mich fest, dass ich den Film sehen möchte. Aber wie das manchmal so ist, habe ich es nicht ins Kino geschafft. Dafür habe ich mir dann gleich bei erscheinen die DVD gekauft.

"the Help" erzählt die Geschichte dreier Frauen im Amerika zu Beginn der 60er Jahre. Die damalige Zeit ist geprägt von der Rassentrennung, schwarze Menschen werden diskriminiert und haben kaum Rechte. Die drei Protagonistinnen, Skeeter, Aibileen und Minny können dies nicht mehr hinnehmen und werden von dem Wunsch, etwas zu verändern, getrieben. Deswegen starten sie ein geheimes Buchprojekt und verstoßen damit gegen sämtliche Konventionen der damaligen Zeit.

Vielen Literaturverfilmungen stehe ich ja etwas kritisch gegenüber, weil sich der Film für meinen Geschmack inhaltlich zu weit vom Buch entfernt und Dinge völlig anders dargestellt werden, als im Buch. Dies ist hier nicht so, denn die ganze Geschichte bleibt nah beim Buch. Dies beginnt schon damit, dass die Schauspieler auch so aussehen, wie von der Autorin im Buch beschrieben und dem Film auch nichts hinzugedichtet worden ist. Die Schauspieler vermitteln ihre Rollen wirklich gut, und somit kommen die Charaktere der Figuren auch genauso rüber, wie sie im Buch beschrieben werden.
Während des Lesens musste ich manchmal schmunzeln, manchmal weinen und war häufig wütend über die Ungerechtigkeit, welche den Schwarzen widerfährt. Diese Emotionen hat auch der Film in mir ausgelöst. Vor allem der Wechsel zwischen den Szenen, die mich schmunzeln ließen und denen, die mich weinen ließen, ist sehr flüssig, so dass ich den Film meist mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen habe. Der Film vermittelt nicht nur Emotionen, sondern auch den Zeitgeist der damaligen Zeit. Man erhält einen Einblick in das Leben der Menschen, ihre Art zu wohnen, die Autos die sie fuhren und die Musik, die sie hörten.

Insgesamt gefällt mir der Film wirklich gut und ich habe ihn sicher nicht zum letzten Mal gesehen. Zum Film passt übrigens hervorragend Schokoladeneis – direkt aus der Packung gelöffelt.

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