[Leseeindruck] Blutsbrüder von Michael Wildenhain

Bildquelle: Ravensburger
Darius und Hakan gestalten gemeinsam mit anderen Jugendlichen Aktionen gegen Neonazis. Für Hakan, einen Jungen mit türkischer Herkunft, wird jedoch immer klarer, dass nicht nur die Neonazis ein Problem darstellen, sondern dass auch die türkischen Jugendlichen immer gewaltbereiter werden und Probleme verursachen, weswegen er beschließt, gegen sie vorzugehen. Daraufhin eskaliert die Gewalt…

„Blutsbrüder“ von Michael Wildenhain stand schon lange auf meiner Wunschliste und ich habe mich sehr aufs Lesen gefreut. Die Geschichte hat mich gleich zu Beginn mit recht vielen Namen verwirrt und ich habe weder zu den Namen, noch zu den Personen dahinter einen Bezug aufbauen können. Die komplette Atmosphäre ist geprägt von der Gewaltbereitschaft und Aggression der Protagonisten. Die Sätze des Autors sind kurz und knapp, was für mich diese Gewalt bestärkt. Vom Prinzip her finde ich es gut, wenn es einem Autor gut gelingt, die Atmosphäre der Geschichte zu vermitteln. Dies ist Michael Wildenhain auch gelungen, weswegen ich nicht Mals sagen möchte, dass das Buch schlecht ist. Schade finde ich hingegen, dass die unterschiedlichen Gruppen (Nazis, Deutsche und Türken bzw. Araber) doch sehr stereotyp und klischeehaft beschrieben werden. Hier hatte ich mir mehr erwartet. Thematisch hat mich die Geschichte sehr interessiert, ich bin jedoch nicht richtig warm mit ihr geworden, und habe das Buch somit nach 51 Seiten abgebrochen. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich während des Lesens mit einer Gehirnerschütterung zu tun hatte, oder ob es mich auch unabhängig davon nicht gepackt hätte, aber das war zum jetzigen Zeitpunkt einfach kein Buch für mich. Ein weiteres Buch des Autors liegt noch auf meinem SUB und ich bin schon gespannt, ob mir dieses besser gefallen wird.

Michael Wildenhain: Blutsbrüder / Ravensburger Verlag / 2011 / Ebook / ca. 256 Seiten / ISBN: 3473384321 / Verlagsseite [X]

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