"Du musst mich lesen, ich bin ein Klassiker!" - muss ich wirklich?


Ich gestehe, bislang habe ich nicht viele Klassiker gelesen. Diverse Versuche scheiterten bislang, weil ich einfach nicht mit dem Schreibstil zurecht gekommen bin und das Gelesene häufig einfach nur langweilig fand.

Und genau dies ärgert mich irgendwie. Ich finde, dass es zur Allgemeinbildung gehört, wichtige und bedeutende Werke zu kennen und bestenfalls auch gelesen zu haben. Und dennoch fällt es mir schwer, in genau diesem Punkt etwas mehr für meine Allgemeinbildung zu tun und mehr Klassiker zu lesen. Was schon ein wenig paradox ist, denn ich lese sehr gerne und habe im Grunde auch eine recht gute Allgemeinbildung. Und immer wenn ich diesen Gedanken habe, ärgere ich mich über mich selbst, dass ich so denke. Dann denke ich, wer sagt eigentlich dass es wichtig ist, Klassiker zu kennen? Und was macht ein Buch zum Klassiker? Und sind nicht vielleicht die Bücher, die ich heute lese, die Klassiker von morgen, so dass ich vielleicht doch "Klassiker" lese?

In den vergangenen Tagen habe ich "Der englische Patient" von Michael Ondaatje gelesen. In meiner Rezension habe ich geschrieben, das Buch hätte immer wieder gerufen, ich müsse es endlich mal lesen, weil es ein Klassiker sei. Keine Sorge, ich bilde mir nicht wirklich ein, dass das Buch nach mir gerufen hat, aber ich denke, ihr versteht, wie ich das meine. Und nun frage ich mich, muss ich es wirklich lesen, weil es ein Klassiker ist? Muss man als Mensch mit einer Begeisterung fürs Lesen wirklich Klassiker lesen? Oder wird das alles einfach nur zu sehr aufgebauscht?

Wie seht ihr das? Lest ihr Klassiker? Und wenn ja, lest ihr sie gerne, oder lest ihr sie, weil ihr das Gefühl habt, sie lesen zu müssen? Wenn nein, warum lest ihr keine Klassiker?

Nichts desto trotz würde ich im Laufe der Zeit gerne noch das ein oder andere Werk der klassischen Literatur lesen. Deswegen meine Frage an euch, könnt ihr mir etwas empfehlen? Welches Werk hat euch besonders gut gefallen, hat euch mitgerissen und ist euch in Erinnerung geblieben?

Fragen über Fragen - ich freue mich auf eure Antworten und Tipps :-)

Liebe Grüße,
Jai

Kommentare:

  1. Ich habe zum Glück in der Schule schon viele Klassiker gelesen und danach im Studium. Und auch heute lese ich die ab und zu gerne, wie zum Beispiel Jane Austen. Und ich liebe meinen Faust und meine französischen Existenzialisten - diese Liebe habe ich meinem Deutsch Tutor zu verdanken - damals war ich 17 Jahre alt, heute bin ich fast 40 und seine Begeisterung für die Literatur steckt immer noch in mir.

    Allerdings gefallen mir nicht alle Klassiker und das gebe ich dann auch offen zu. Nur weil es ein Klassiker ist, muss es - in meinen Augen - nicht automatisch gut sein. Ich find auch Picassos Bilder nicht schön, wieso soll mir dann jedes Buch von Hemingway gefallen?

    Ich hab vor einiger Zeit "Anna Karenina" gelesen und das Buch bekam von mir nur 3 Sterne, weil ich mit der Hauptfigur nichts anfangen konnte und nicht das "Spezielle" in dem Buch gesehen habe, was so viele andere sehen. Wenn jemand dann meint, ich wäre ein Banause, ist mir das relativ egal.

    Hast Du es mal mit Hörbüchern versucht? Ich wollte immer mal "Dantes Inferno" lesen, aber ich kann mich nicht dazu aufraffen Jetzt hab ich es mir als Hörbuch geholt. :)

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    1. Der Vergleich mit Picassos Bildern gefällt mir. Ich würde mir auch keines seiner Bilder an die Wand hängen. Obwohl ich natürlich gerne einen echten Picasso hätte - wenn man bedenkt, wie viele tolle Bücher man von dem Geld kaufen könnte... Aber gut, das ist nun eine ganz andere Geschichte.

      "Anna Karenina" gehört auch zu den Büchern, die mich interessieren.

      Mit Hörbüchern habe ich es noch nicht versucht. Aber die Idee ist gut, ich denke das werde ich mal ausprobieren.

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  2. Hey,

    ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und er gefällt mir gut, daher bin ich mal Leserin geworden :)
    Was deine Frage betrifft: Ich denke nicht, dass man alles gelesen haben muss, nur weil es ein Klassiker ist. Es reicht schon, dass man in der Schule oft genug dazu verdonnert wird.
    Man sollte Bücher nur lesen, weil sie einen interessieren und nicht, weil die Allgemeinheit das Buch für Lesenswert und wichtig hält. Das sehe ich nicht nur bei Klassikern so, sondern auch bei jedem Hype, den ein Buch erfährt. Bestes Beispiel: 50 Shades of Grey. Ich habe letztens eine Rezension zum ersten Teil gelesen und in der stand am Ende, dass man das Buch gelesen haben muss. Sonst könne man nicht mitreden, bzw. einfach, weil es alle anderen auch gelesen hätten. Da habe ich mich gefragt: muss ich wirklich? Ich denke, ich kann mir auch gut zu einem Buch die Meinung bilden, das ich nicht gelesen habe. Nicht in dem Sinne wie bei einer Rezension, aber ich kann schon vorher ausschließen, ob mir ein Buch gefällt oder nicht.
    Man muss sich nicht jedes Buch antun, vor allem, wenn man vorher weiß, dass es einem nicht gefallen wird. Wenn man mal einen Klassiker in der Hand hält und man interessiert sich wirklich für das Buch, dann ist es doch gut :) Ich würde zum Beispiel nie Ulysses lesen, auch wenn es ein Klassiker ist.
    Grüße, KQ

    kaugummiqueen.blogspot.de

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    1. Es freut mich zu hören, dass dir mein Blog gefällt :)

      ich wurde in der Schule gar nicht zu Klassikern verdonnert, bis auf "das fliehende Pferd" von Walser habe ich keinen Klassiker lesen müssen. Aber ich verstehe schon was du meinst. Ich denke auch, dass durch diese klassische Pflichtlektüre zur Schulzeit viele vom lesen abgeschreckt werden.

      Ich denke auch, dass man sich zu Büchern eine Meinung bilden kann, ohne das Buch gelesen zu haben. Das macht man beim Lesen von Rezensionen ja auch automatisch. Gestern las ich eine Rezension zu einem Buch, welche mir so gut gefallen hat, dass ich mir das Buch direkt bei tauschticket angefordert habe. Das ist ja auch eine Form der Meinungsbildung, obwohl ich das Buch noch nicht gelesen habe.

      Und 50 shades of grey muss (und werde) ich nicht lesen, und habe trotzdem meine Meinung dazu. Ich habe etliche Rezensionen dazu gelesen und bin mir relativ sicher, dass sich meine Meinung zu dem Buch auch nach dem lesen nicht ändert, weswegen ich es nicht lesen werde.

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  3. Ich lese gerne auch Klassiker merke aber, dass es mir auch schwerfällt wieder reinzukommen, wenn ich es eine Weile nicht gemacht habe. Wenn ich mich dann aber eingefunden habe, macht es mir wirklich großen Spaß. Mein liebster 'Klassiker' ist auf Anhieb 'Jane Eyre' von Charlotte Bronte, ich mag aber auch die Bücher ihrer Schwestern sehr gern.
    Ich ärgere mich allerdings auch öfter über Leute, die moderne Literatur abtun und denke da ebenso wie du, vielleicht sind das die Klassiker von morgen?

    Ich habe dir übrigens gerade einen Award verliehen, schau mal vorbei :)
    www.buecher-schoeneneuewelt.blogspot.de

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    1. Meinst du also, dass es im Grunde ein wenig "Übung" braucht, um Klassiker zu lesen?

      "Jane Eyre" kenne ich natürlich vom Namen her, gelesen habe ich es aber noch nicht. Aber auch dies ist auf der Liste der Klassiker, die mich interessieren.

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  4. Eine wirklich gute Frage. Ich habe bislang auch nur in der Schule Klassiker gelesen und empfand es trotz meiner Leseleidenschaft als Qual. Ich denke auch manchmal eigentlich müsstest du. Ich habe es auch schon mit Fantasyklassikern versucht. Aber wenn mir der Schreibstil nicht zusagt, oder mich die Geschichte nicht mitnimmt. Warum?! Ich meine wir lesen wirklich schon viel, auch wenn es viele Romane und "Lehrgehalt" sind. Aber was ist mit den Menschen, die nicht lesen. Was sagt das über ihre Allgemeinbildung zu Büchern. Also einfach weiterhin lesen, worauf man Lust hat und wenn es dann in 30 Jahren als Klassiker deglariert wird, dann kannst du die Punkte dann abhacken. ;)
    Viele Grüße
    Jennifer

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    1. Da kann ich dir nicht widersprechen :-)
      Und im Grunde, ist man ja dann sogar Vorreiter, heute schon die Klassiker von morgen zu lesen ;-)

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  5. Also, ich persönlich nehme mir auch jedes Jahr vor, mindestens drei richtige Klassiker zu lesen, ich finde, das gehört einfach zur Allgemeinbildung dazu. Außerdem lasse ich mich gerne mal in andere Zeiten versetzen :)
    Ich empfehle dir auf jeden Fall alles von Jane Austen, ich bin ein großer Fan. "Stolz und Vorurteil" ist wohl der Klassiker überhaupt, aber mein Favorit ist "Anne Elliot".
    Dann gibt es da ja noch Charles Dickens, "Oliver Twist" zum Beispiel, oder für den gemütlichen Winterabend "Eine Weihnachtsgeschichte".
    "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher Stowe oder etwas neuere "Klassiker", wie "Love Story" von Erich Segal aus den Siebzigern. Sooo schön :)
    Falls ich dir weiterhelfen konnte, viel Spaß beim Lesen :)
    LG, Manuela

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    1. In andere Zeiten lasse ich mich auch gerne durch Bücher versetzen. Es ist ja auch irgendwie die einzige Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen...

      "Stolz und Vorurteil" habe ich mal versucht zu lesen, in der englischen Originalausgabe. Ich lese zwar gerne auf englisch, aber das war dann doch eine Nummer zu groß für mich. "Anne Elliot" sagt mir nichts, aber das werde ich mir mal anschauen.

      "Love Story" habe ich glaube ich mal halb gelesen, als ich irgendwo auf Familienbesuch war und es dort im regal entdeckt habe. ich habe mir gerade nochmal angeschaut, worum es da geht. Das könnte mir gefallen und ich werde es lesen. Danke für den Tipp!

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  6. Ich kann mich leider auch nur schwer für Klassiker begeistern, finde aber auch, dass es zur Allgemeinbildung gehört, manche gelesen zu haben. Man muss sich ja nicht durch Reclam-Heftchen quälen, man kann ja auch Klassiker wählen, die einein interessieren.

    Ich versuche von dieser Liste: http://bookreviews.me.uk/rory-gilmore-reading-challenge/ ein Buch monatlich zu lesen.

    LG Amelie

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    1. Die Rory-Gilmore-Liste habe ich nun schon häufiger auf Blogs gesehen und die Idee, regelmäßig ein Buch davon zu lesen, gefällt mir. Ich denke, von dieser Liste werde ich mich auch mal inspirieren lassen.

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  7. Aaaalso, ich habe bisher auch noch nicht so viele Klassiker gelesen (hab zwar nen kompletten Jules Vernes-Schuber, der steht aber bei meinen Eltern^^) und ich les auch nur solche Klassiker, die mich auch wirklich interessieren. Z.B. "Dracula" von Bram Stocker hat mich einfach interessiert oder "Der Vorleser" von Bernhard Schlink. Auch "Emma" von Jane Austen fand ich gut, was ich total furchtbar fand, war "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marques. Das hab ich dann auch abgebrochen. Agatha Christie finde ich wieder rum richtig toll!

    Wenn es eine interessante Story hat, dann machen auch Klassiker Spaß. Ich möchte auf jeden Fall mal noch "Sturmhöhe" oder "Frankenstein" probieren und dann sehen wir weiter. ;)

    LG
    Kathi

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    1. Nur die Klassiker zu lesen, die einen wirklich interessieren, halte ich für einen guten Ansatz. So mache ich das auch, denn es bringt ja nichts, sich durch eine Geschichte zu quälen, die einen thematisch absolut nicht interessiert. Macht man ja bei aktuellen Büchern genauso.

      Von Agatha Christie habe ich noch nie ein Werk gelesen, aber ich denke ich werde mal was von ihr ausprobieren, denn viele schwärmen ja von ihr. Kannst du da eines besonders empfehlen? Und sollte man die der Reihe nach lesen oder kann man sie querbeet lesen?

      LG

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    2. Ich hab jetzt speziell "Der Tod auf dem Nil" gelesen, das kann ich dir somit natürlich empfehlen. Ich war total überrascht, dass es sich so gut lesen ließ und vor allem so humorvoll ist! Ich hab mir die Verfilmung von 1977 mit Sir Peter Ustinov danach angeschaut und kannte sie vorher noch nicht (war aber auch ein echt guter Film!).

      Ich denke, man kann die Bücher von Agatha Christie queerbeet lesen. Ich werde wohl mit "Mord im Orientexpress" weitermachen. :)

      LG
      Kathi

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  8. Also ich hab ja auch mal gedacht, ich müsse unbedingt Klassiker lesen, weil "man das muss", weswegen ich an einer Klassikerchallenge teilnehmen wollte. Das hab ich dann gecancelt, da mir viele der Bücher dann doch nicht gefallen haben. Mein SuB ist so hoch, dass ich mich einfach nicht durch Bücher durchquälen mag, die mir dann doch nicht gefallen.
    Ich denke also man MUSS keine Klassiker lesen. Allerdings hab ich dann doch auch den ein oder anderen im Regal stehen, weil ich ihn gerne lesen möchte ;) (oder es zumindest probieren möchte ;))

    LG Nanni

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    1. Genauso habe ich auch ganz lange gedacht, und hatte da auch immer meinen SuB im Auge. Inzwischen denke ich, wenn ich welche auf dem SuB habe, greife ich vielleicht auch eher zu einem um es einfach mal zu probieren.

      LG

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  9. Hi Jai,
    ja klar kannst du bei der Rory Gilmore Challenge noch einsteigen! Würde ich mich sehr drüber freuen. :) Wenn du wirklich mitmachen willst, wäre es super wenn du einen kleinen Post verfasst, den ich in der Teilnehmerliste verlinken kann.
    Und es stehen ja auch einige Klassiker auf der Leseliste. ;)
    Klassiker an sich lese ich ab und zu richtig gerne. Ich finde schon, dass es das ein oder andere Buch gibt, das man gelesen haben sollte, aber wenn man an so etwas gar keinen Spaß hat, muss man sich meiner Meinung nach auch nicht durch so einen Klassiker quälen.
    Welche ich dir wirklich empfehlen kann (und die auch auf der Rory-Liste stehen), sind einmal Die Glasglocke von Sylvia Plath (hat mich absolut begeistert) und Jane Eyre von Charlotte Bronte. Beides Klassiker, die ich wirklich gerne gelesen habe. :)

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    1. Hallo,

      schön, ich freue mich! Den Post werde ich später oder morgen noch verfassen und lasse dir den Link dann zukommen.

      Dass einige Klassiker mit auf der Liste stehen, ist für mich auch ein Anreiz, mit in die Challenge einzusteigen. ich denke, dass das einfacher ist, als eine reine Klassiker-Challenge.

      "Die Glasglocke" kannte ich bislang nur vom Titel her. Ich habe mir gerade den Inhalt angeschaut und das klingt sehr interessant. Das werde ich sicher lesen.

      LG

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  10. Ich habe in der Schule einige Bücher lesen "müssen", die zu den Klassikern zählen. Damals fand ich das nervtötend, heute bin ich dankbar, dass ich so an einige herangeführt wurde, auch um sie einzuordnen. Dabei war u.a. Goethes Faust, Schillers Kabale und Liebe, Manns Mario und der Zauberer, Brechts Galileo, Fontanes Effi Briest, Storms Schimmelreiter, Shakespeares Hamlet ... Heute ist es, hm, anders.
    Zu Jane Austen bin ich über das Kreuzworträtselraten gekommen *lach*, weil ständig nach einem Roman mit vier Buchstaben von ihr gefragt wurde. Irgendwann habe ich mir im Antiquariat "Emma" mitgenommen und bin Austen seitdem verfallen. Von ihren Romanen favorisiere ich zur Zeit auch "Überredung" (manchmal auch genannt: Anne Elliot oder die Kraft der Überredung), obwohl ich auch ihren bekanntesten Roman "Stolz und Vorurteil" liebe. Zu den Bronte-Schwestern, die ebenso wie Austen in meiner Schulzeit nicht behandelt wurden, kam ich über eine Freundin. Von den russischen "klassischen Autoren" wie Puschkin, Tolstoi, Gogol oder Dostojewski kenne ich nur wenig, obwohl ich die Kurzgeschichten von Gogol (z.B. "Die Nase") mag. Als ich mich dann im Rahmen einer Challenge an Kafka herangetraut habe, hat mich das ganz schön beansprucht und noch etwas von ihm brauche ich wohl nicht zu lesen ;)

    In meinem TuB finden sich aber noch einige Klassiker, darunter auch "Das verlorene Paradies", weil ich grundsätzlich neugierig war bzw. bin. Aber wann ich mal dazu komme, weiß ich nicht. Vielleicht sind manche auch mehr für eine Leserunde oder in einen Leseclub geeignet. Oder man nimmt einen kleinen Umweg zum Original: Ich habe mir "Macbeth" in der "no-fear-Shakespeare"Comic Edition geholt ;)

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    1. Da sieht man mal wieder, wozu Kreuzworträtsel gut sein können *lach* Von Jane Austen mag ich auch noch was lesen."Stolz und Vorurteil" habe ich bislang nur mehrfach als Film gesehen und zu lesen habe ich es mal auf altenglisch begonnen, bin aber an der Sprache gescheitert.

      Sowohl von Kafka als auch von den großen Russen habe ich noch nichts gelesen, obwohl mich Kafkas "Amerika" schon interessiert.

      Dass es manchmal einfacher ist, solche Bücher gemeinsam zu lesen und dann vor allem auch besprechen zu können, denke ich auch. Da bekommt man nochmal neuen Input.

      "No fear Shakespeare"-Comic klingt gut. Ich habe zwar schon ewig keine Comics mehr gelesen, aber das könnte mir auch gefallen. Wie gefällt dir die Umsetzung denn? Ist es nahe am Original oder zu weit weg?

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    2. Zu Macbeth kann ich noch nichts sagen, da ich das Drama noch nicht gelesen habe, auch noch nicht in der "no fear"Version.

      Hamlet allerdings kenne ich noch aus der Schule und ich fand die "no-fear"Umsetzung recht gut (der Zeichenstil ist etwas gewöhnungsbedürftig): http://natiraszeit.blogspot.com/2010/07/no-fear-shakespeare-graphic-novels.html. Falls Du mal hineinschauen möchtest, sag Bescheid. ;)

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    3. Ich habe mir gerade mal ein paar Bilder angeschaut und spontan hat mich der Zeichenstil an "sin city" erinnert. Ich glaube aus dieser Reihe werde ich mir mal die Romeo-und-Julia-Version anschauen. Da interessiert mich die Geschichte am meisten und vielleicht hilft das ja dann auch Hemmungen gegenüber den anderen Shakespeare-Büchern abzuschauen.

      Jedenfalls danke für den Tipp!

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    4. macbeth hat einen anderen zeichner, aber es geht ja auch um das zusammenspiel vonn sprache u. text, auch wenn man so das altenglisch oder die dramenform nicht kennenlernt. allerdings haben wir in der schule im engl.unterricht keine engl. literatur gelesen. und die dramen-stück-form finde ich immer noch anstrengend zu lesen, zu schauen ist wieder was anderes ;)

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    5. Ich habe in der Schule auch nie englische Literatur gelesen, weder Klassiker noch aktuellere Belletristik. Das fand ich immer ein wenig schade, aber gut ich kann ja privat auf englisch lesen :)

      Die Dramen-Stück-Form ist auch für mich eine kleine Herausforderung, weil es einfach gewöhnungsbedürftig ist. Ich denke, wenn man das häufiger liest, wird es irgendwann auch leichter bzw. man kann es flüssiger lesen.

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  11. Ein sehr interessanter Post! Ich habe aus genau diesen Überlgungen eine neue Reihe auf meinem Blog ins Leben gerufen. Dort stelle ich einmal im Monat einen "Klassiker" vor und überlege, ob ich finde, dass man ihn lesen muss oder einfach nur kennen sollte. Also im Grunde, ob es ein lesenwerter Klassiker ist...was ihn zum Klassiker gemacht hat...

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    1. Das klingt interessant, das gehe ich mir gleich mal anschauen :)

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  12. Tja, ich oute mich als Trivial-Literatur-Leser.
    Ich habe in der Schule einige Klassiker gelesen, manche fand ich auch richtig gut (z.B. Faust), bei anderen kann ich mich noch nicht einmal grob daran erinnern, um was es ging.
    Also wenn, dann würde ich höchstens in einer Leserunde noch einmal Klassiker lesen wollen, ansonsten reizt mich das nicht wirklich.

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  13. Mist, jetzt wurde ja eigentlich schon fast alles gesagt :o)
    Also hier noch meine Meinung:

    Ich habe auch in der Schule einige Klassiker lesen müssen. Davon haben mir die wenigsten gefallen. Zum einen liegt das daran, dass ich gezwungen wurde. Zum anderen, dass man in so jungen Jahren einfach oft noch nicht reif oder erfahren genug ist, um sich mit solchen Werken auseinanderzusetzen.

    Dazu kommt, dass einige Klassiker aus heutiger Sicht definitiv nicht mehr zeitgemäß sind. z.B. von der Erzählstruktur.

    Dennoch finde ich es wichtig Klassiker zu lesen. Schon alleine, um sich eine Meinung zu bilden und seinen Horizont zu erweitern. Und man wird immer Klassiker finden, die einem zusagen. Je nach Epoche können sie ja auch sehr zugänglich sein.

    Wenn mir bei dem ein oder anderen Buch die Hürde zu groß erschien, habe ich mich auch schon Lesegruppen angeschlossen (z.B. auf goodreads).

    Ich versuche jedenfalls jedes Jahr mindestens drei Klassiker/Kultbücher zu lesen. Dieses Jahr z.B. Dickens - Great Expectations (schlecht), Keruac - On the road (mittel), Capote - In cold blood (sehr gut) Bradbury - Fahrenheit 451 (OK) und aktuell Capote - Frühstück bei Tiffany (Rezension demnächst auf meinem Blog).

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