Erfahrungsbericht: An- und Verkauf bei reBuy

Ich nutze gerne Ankaufportale für Gebrauchtwaren im Internet, weil ich diese schnell und unkompliziert finde. Vor kurzem war es dann mal wieder soweit - ich habe unsere Regale durchforstet und alles, was weg sollte, aufgestapelt. Somit kam ich nun auch zu meinem ersten (und vermutlich letzten) Kontakt zu reBuy.

Verkauf von Artikeln an reBuy:


Um Artikel genau zuordnen zu können, habe ich sie mit ihrer entsprechenden Nummer (ISBN, EAN u.s.w.) über die Suchmaske bei reBuy rausgesucht und wenn der Preis passend war, in meinen Verkaufskorb gelegt. Nachdem ich nun alle Artikel eingegeben hatte, konnte ich mir aussuchen, ob ich das Paket wegbringen oder abholen lassen möchte und habe mich für die Abholung entschieden. Lieferschein und Versandaufkleber konnte ich mir ausdrucken und musste nun nur noch dafür sorgen, dass am vereinbarten Abholtermin auch jemand die Türe öffnen kann. Bis hierhin verlief alles sehr angenehm und komplikationslos.

Am vereinbarten Abholtag erfolgte jedoch keine Abholung. Also habe ich mich abends per Mail an den reBuy Kundenservice gewendet. Auf meine E-Mail erhielt ich eine automatische Mitteilung, dass die Bearbeitung bis zu 3 Tage dauern könne und man bitte nicht nochmal schreiben solle. Ich habe mich auf eine längere Wartezeit eingestellt, erhielt jedoch schon am nächsten Tag eine Rückmeldung und es konnte ein neuer Termin vereinbart werden. Zu diesem neuen Termin funktionierte die Abholung dann auch.

Wenige Tage später erhielt ich eine Rückmeldung, dass meine Ware eingegangen sei und sich Rückfragen ergeben hätten, um diese zu klären solle ich einen Link anklicken. Dort wurde mir mitgeteilt, dass einige Artikel nicht angekauft werden können. Bei den meisten Artikeln war für mich nachvollziehbar, warum diese nicht angekauft werden konnten. Hier ging es um Dinge wie zu starke Angilbung oder Knicke etc. Das einige Artikel nicht angekauft werden können wenn der Zustand nicht mehr der aller Beste ist, ist frei jeder Kritik. Nicht nachvollziehbar ist für mich jedoch, dass es bei einem Artikel auf einmal hieß, dass dieser zur Zeit nicht angekauft wird. Warum macht man mir dann wenige Tage vorher ein Angebot dafür? Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist es für mich, dass für Artikel auf einmal weniger Geld angeboten wird, mit der Begründung, dass der optische Gesamtzustand auf wie neu geändert wurde.


Um den Vorgang dennoch abzuschließen, habe ich der Preisminderung zugestimmt, denn eine Rücksendung hätte ich im Verhältnis zur Preisminderung unverhältnismäßig gefunden. Interessiert, warum es zu der Preisminderung kam und warum Artikel auf einmal nicht mehr angekauft werden konnten hat es mich natürlich doch, also habe ich den Kundenservice von rebuy angeschrieben. Nach einer Woche habe ich keine Rückmeldung erhalten und habe meine Mail erneut an reBuy mit der Bitte um Antwort gesendet. Am nächsten Tag erhielt ich eine Mitteilung, dass der Vorgang abgeschlossen sei worüber ich auch per Mail informiert worden sei und weil ich der Preisminderung zugestimmt habe, könne man mir keine Auskünfte mehr geben. Die Mail war kurz, knapp und für mein persönliches Empfinden unfreundlich. Ich habe darauf nochmal geantwortet, jedoch keine Rückmeldung mehr erhalten. Dies war vor einer Woche und ich gehe nun auch nicht mehr davon aus, noch eine Antwort zu erhalten.

Für mich ist guter Kundenservice sehr wichtig, denn dann kann ich darauf vertrauen, auch bei Problemen eine gute Lösung zu finden. Ich habe auch wirklich für viele Dinge Verständnis. Hätte man mir freundlich und zeitnah (und ohne erneute Aufforderung) geantwortet und erklärt warum man mir nicht mehr sagen kann, warum man mir keine Auskunft mehr geben kann, hätte ich wohl auch dafür Verständnis zeigen können. Kein Verständnis habe ich jedoch dafür, wenn man Kunden einfach nicht mehr antwortet und doch eher barsch abweist. Für mich hat sich der Kundenservice von reBuy als nicht gut erwiesen, weswegen ich keine weiteren Verkäufe über reBuy abwickeln werde.

Das Geld wurde mir von reBuy auf mein Kundenkonto gutgeschrieben. Von dort konnte ich dann die Auszahlung veranlassen. Dies ging schnell und problemlos. Mir persönlich gefällt hier jedoch das Vorgehen anderer Anbieter, welche die Auszahlung von sich aus in die Wege leiten, besser, denn dort muss ich nachdem ich das Paket weggeschickt habe, wirklich nichts mehr tun.


Bestellung von Artikeln:


Bis vor kurzem hatte ich bei reBuy noch keine Bestellung getätigt. Dies lag vor allem an den immer anfallenden Versandkosten von 3,99€. Für mich hat sich das bislang einfach nicht gelohnt. Und auch wenn reBuy damit argumentiert, dass andere Händler die Versandkosten auf die Artikel aufschlagen, so waren bei vorherigen Preisvergleichen andere Anbieter trotzdem für mich günstiger. Nun hatte ich jedoch ein Guthaben durch meinen Verkauf bei reBuy und wollte den Bücherkauf einfach mal ausprobieren. Ich habe drei Bücher bestellt und bin mit der Bestellung sehr zufrieden. Alle drei Bücher sind für gebrauchte Bücher wirklich in sehr gutem Zustand. Auch der Versand erfolgte sehr schnell. Auch die Preise waren wirklich günstig und da eines der Bücher vergriffen ist, hat sich die Bestellung auf jeden Fall gelohnt.

Dennoch lässt mich die Freude über die neuen Bücher den Ärger über den Kundenservice nicht vergessen. Auch von weiteren Bestellungen werde ich ebenfalls absehen, denn mir hat sich der Kundenservice als sehr unzureichend gezeigt. Damit ist für mich der Ärger, wenn dann doch einmal etwas schief geht, schon vorprogrammiert und darauf kann ich dankend verzichten.

Nachtrag 02.04.2013: 

Ich habe diesen Blogartikel auf die Facebook-Pinnwand von reBuy gepostet. Auch hier musste ich erneut nachfragen, bis ich eine Antwort bekommen habe. Am 11. März erhielt ich einen Kommentar von reBuy hier im Blog (siehe Kommentarzeile). Inhaltlich wiederspricht dieser der Aussage, welche auf Facebook getroffen worden ist. Ärgerlich fand ich auch, dass der Kommentar entweder eine Standart-Antwort ist, welche per Copy & Paste eingefügt worden ist oder aber dass mein Blog-Eintrag nicht richtig gelesen worden ist. Dennoch habe ich eine Mail hingeschickt, eine Rückmeldung habe ich aber nie erhalten. Das Bild, welches reBuy in Bezug auf den Kundenservice bei mir hinterlassen hat, hat sich damit nur verfestigt.

Letzte Woche habe ich eine E-Mail an reBuy gesendet und um vollständige Löschung meiner Daten gebeten. Ich hoffe, dass man wenigstens dieser Bitte nachkommt und nicht auch diese Anfrage wieder ignoriert wird.

Bei Charlousie habe ich *hier* gelesen, dass reBuy einigen Bloggern 15€-Gutscheine für einen Testbericht angeboten hat. Von dieser Aktion habe ich gar nichts mitbekommen, ich habe mich nur über die vielen Testberichte gewundert. Hiermit möchte ich klar stellen, dass ich nicht von reBuy für meinen Bericht bezahlt worden bin. Diesen habe ich nur geschrieben, weil ich meine Erfahrungen teilen wollte.

Kommentare:

  1. Ooooooh ist das blöd gelaufen!
    Ich kann deinen Ärger total verstehen!

    Man kann ja bald nirgends mehr Bücher bestellen/kaufen :D Amazon doof, rebuy doof, Thalia fast insolvent...

    Ein hoch auf die kleinen, privaten Buchhandlungen :)

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    1. Oh, Thalia fast insolvent? Das ist irgendwie bislang an mir vorbei gegangen. Ich habe nur mitbekommen, dass die eine große Filiale hier in Köln am Neumarkt geschlossen haben. Ich habe noch Gutscheine von Thalia, die löse ich dann wohl lieber mal zeitnah ein.

      Gut finde ich die Mayersche, dort kann man auch online bestellen. Ebenfalls bin ich mit buecher.de sehr zufrieden. Und auch mit Amazon hatte ich noch nie irgendwelche Probleme. Ich bestelle dort seit über 10 Jahren schon regelmäßig und hatte noch nie Anlass, mich zu beschweren.

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  2. Verkauft habe ich über reBuy noch nie etwas. Nach deiner Berichterstattung werde ich das wohl auch nie. Allerdings hattest du mit deiner Bestellung bei reBuy mehr Glück als ich. Denn gebundene Ausgaben, die auf reBuy mit "sehr gut" oder "wie neu" angeboten wurden, kamen dann bei mir ohne Papierumschlag an (reines nackiges Buch), oder die Buchschnitte waren total vergilbt, etc.
    Für mich bleiben im Endeffekt nur noch Amazon, Amazon Marketplace (ausgewählte Verkäufer), Weltbild und mein Antiquariat hier um die Ecke.

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    1. Das ist fies, denn ein Hardcover ohne Schutzumschlag ist nicht wie neu. Hast du dich beschwert? Ich hatte das mal bei Medimops. Da hat mir der Kundenservice dann angeboten, dass Buch kostenfrei zurück zu schicken oder eine Gutschrift über den Kaufwert des Buches zu erhalten.

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    2. Beschwert hatte mich, aber man beschlossen mir nicht zu antworten. Deshalb kaufe ich bei denen auch keine gebrauchten Bücher mehr.

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    3. Verstehe ich gut, da würde ich auch nicht mehr kaufen nach so einer Erfahrung.

      Scheint ja doch häufiger vorzukommen, dass man bei für reBuy unangenehmen Themen keine Rückmeldung erhält. Mich schreckt das definitiv ab.

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  3. Oje, das klingt ja nicht so toll. Ich habe bisher nur Bücher bei Rebuy GEkauft und da habe ich den Kundenservice bei Reklamationen ganz anders erlebt. Da gab es sogar einen Gutschein als Entschuldigung für ein falsch geliefertes Buch!

    Wonach sich die Einstufung mit dem Gesamtzustand so richtet, wüsste ich allerdings auch gern mal. Bisher war ich zwar für die Preise immer mit dem Zustand zufrieden, aber bei der letzten Bestellung hatte ich auch ein Buch dabei, das angestoßene Ecken und diverse geknickte Seiten hat. Das haben sie ja offensichtlich auch angekauft. Aber da blicke ich bei solchen Plattformen sowieso nicht durch.

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    1. Die Einstufung von Zuständen finde ich manchmal auch merkwürdig. In diversen Blogeinträgen habe ich schon etliche Bücher gesehen, die als "sehr gut" bezeichnet waren, aber dann doch von der Bezeichnung sehr abwichen. Allerdings bin ich mit meinen Büchern von reBuy zufrieden. Klar haben sie Macken, aber das stört mich bei gebrauchten Büchern nicht. Da scheine ich wohl Glück gehabt zu haben :)

      Ein Gutschein für ein falsch geliefertes Buch ist echt nett. Auf der Homepage wirbt reBuy ja auch damit, dass man einen Gutschein bekommt, wenn man ihnen sagt, was man besser machen kann, denn besser als bei reBuy gehe es ja angeblich nicht. Hab ich gemacht, aber wie gesagt, keine Antwort mehr bekommen. Allerdings ging es mir im Endeffekt auch nicht um den Gutschein, den brauche ich eh nicht wenn ich dort nicht mehr bestelle.

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  4. Oje, das klingt ja echt ärgerlich. Kann ich verstehen, dass du von rebuy jetzt erst mal die Nase voll hast.
    Ich habe bisher erst einmal Erfahrungen mit solchen Ankaufplattformen gemacht. Von Österreich aus hat man da sowieso weniger Möglichkeiten (vor allem, wenn man natürlich keine Versandkosten zahlen möchte), aber momox hatte da recht gute Konditionen, also hab ich auf die Weise mal ein paar gebrauchte Bücher und DVDs verkauft. Da ging alles ruckzuck und problemlos (ich hatte aber auch nur Bücher in einem sehr, sehr guten Zustand hingeschickt) und in Windeseile hatte ich auch das Geld auf meinem Konto. Ich konnte mich da also wirklich nicht beklagen.

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    1. Momox finde ich auch sehr gut und die werden auch wieder meine Anlaufstelle für zukünftige Verkäufe sein.

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  5. Mit Medimops habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Wollte eigentlich auch Rebuy austesten, aber nach deinem Artikel lasse ich die Hände davon.

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    1. Meine Erfahrungen mit Medimops waren bislang auch nur gut. Da ist zwar auch nicht jedes Buch so gut wie beschrieben, aber dafür ist der Kundenservice gut und darum bemüht, eine gute Lösung zu finden.

      Wenn bei mir alles glatt gegangen wäre und ich keinen Grund gehabt hätte, den Kundenservice zu kontaktieren, würde ich wohl auch über reBuy jetzt anders denken, aber so halt nicht.

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  6. Liebe Kundin, lieber Kunde,

    erst einmal danke, dass Sie sich entschlossen haben, bei reBuy.de zu bestellen.

    Wenn ein Artikel plötzlich nicht mehr angekauft wird, ist es möglich, dass es sich um einen Artikel handelt, den Sie bereits in einem abgeschlossenen Auftrag angelegt haben oder einen Artikel, für den Sie vor einigen Tagen ein Angebot erhalten haben und den wir nun, da Sie sich für einen Verkauf entschieden haben, nicht mehr ankaufen.

    Im ersten Fall schicken Sie mir bitte die Auftragsnummer zu, dann kann ich nach sehen, was genau passiert ist. Meine E-Mail Adresse ist d.urban@rebuy.de.

    Trifft der zweite Fall zu, ist es so, dass wir natürlich jeden Artikel lagern müssen. Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass wir von einem Artikel so viele Exemplare ankaufen, dass wir diese nicht absetzen können und eine lange Lagerzeit hohe Kosten verursachen würde. Daher kaufen wir solche Artikel zeitweise nicht an, bis sich der Bestand wieder normalisiert hat.

    Wir versprechen unseren kaufenden Kunden, dass Sie nur Artikel in einem sehr guten Zustand erhalten. Artikel, die diesem Zustand nicht gerecht werden, verkaufen wir günstiger über eBay. Da wir also hier einen schlechteren Verkaufswert erzielen, ist auch der Ankaufspreis geringer.

    Bezüglich des Kundenservice kann ich mich nur entschuldigen und es weiter leiten. Das darf nicht vorkommen, da gebe ich Ihnen Recht. Danke für Ihren ehrlichen Bericht. Die genannten Mängel können wir so beim nächsten Mal besser machen.

    Viele Grüße, Ihr reBuy.de-Team

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  7. Nett dass überhaupt noch eine Antwort kam.. Werde mich aber demfall für eine andere Plattform entscheiden.. Kannst du welche empfehlen?

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    1. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Momox (das ist das Ankaufportal von Medimops) gemacht. Bislang verlief bei mir immer alles völlig problemlos.

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Hallo! Natürlich könnt ihr mir hier gerne noch Kommentare hinterlassen. Da ich diesen Blog jedoch nicht mehr aktiv betreibe, werde ich Kommentare hier nicht mehr beantworten. Meinen neuen Blog findet ihr hier: www.literameer.de