[die Unrezensierten] Wenn sich tote Mädchen, Ehebrecher und andere Unschuldslämmer in einer Hütte wiedersehen...



„Neva“ von Sara Grant
Nachdem ich „Survive“ von Alex Morel gelesen habe, hatte ich Lust darauf, weitere abenteuerliche Bücher zu lesen. Also habe ich geschaut, was mein SuB dazu so hergibt. „Neva“ von Sara Grant erschien mir am abenteuerlichsten und somit habe ich es von seinem fast schon ein wenig angestaubten Platz auf dem SuB befreit. Bereits den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr spannend, und auch wenn es im Mittelteil ein wenig zäh war, fand ich die Geschichte insgesamt doch spannend. Das Leben unter der Kuppel hat mich sehr an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert; spurlos verschwindende Menschen, „Menschenzucht“-Programme, strenge Kontrollen und je besser die Abstammung eines Menschen war, umso besser war sein gesellschaftlicher Stand. Neva hat mir als Protagonisten sehr gut gefallen, ihre Gedanken und Handlungen waren gut nachvollziehbar. Obwohl mich hier sehr interessiert hätte, wie das Leben der Protagonisten nach dem Ende weiter verlief, finde ich es gut, dass das Buch ein Einzelband ist. Insgesamt hat mir „Neva“ gut gefallen.


„Wiedersehen in Virgin River“ von Robyn Carr
Der erste Band der Virgin River Serie von Robyn Carr hat mir sehr gut gefallen. Deswegen habe ich mich auch auf den zweiten Band, „Wiedersehen in Virgin River“ gefreut. Sowohl das Örtchen selbst, als auch die Bewohner waren mir sofort wieder sehr präsent und es war schön, wieder in Virgin River zu sein. Gleichzeitig ging mir dieses mal die ganze Szenerie auf die Nerven. Lauter hübsche Menschen, starke Männer, eine tolle Landschaft, ein Haufen Babys und am Ende siegt immer das Gute – das ließ mich ein wenig ans Disneyland denken. Genervt haben mich auch die ständigen Wiederholungen und auch Preachers Lobpreisungen wie toll Paige doch ist, konnten mich nicht erreichen.  Nach knapp 300 Seiten hatte ich einfach keine Lust mehr, weiterzulesen und habe das Buch auf Seite gelegt. Das Gefühl, nun etwas verpasst zu haben, habe ich nicht, zumal ich mir sowieso recht sicher bin, wie es ausgeht. Der dritte Teil der Serie liegt nun auf meinem SuB und ich bin mal gespannt, ob er mir wieder gefallen wird oder nicht.



„Ehebrecher und andere Unschuldslämmer“ von Kerstin Gier
Es gibt Tage, die sind doof. Und manchmal gibt es gleich mehrere solche Tage hintereinander. Die beste Medizin für solche Tage ist für mich ein Buch von Kerstin Gier. Somit griff ich zu „Ehebrecher und andere Unschuldslämmer“.  Die Geschichte war sehr nett, witzig und hat sich wunderbar lesen gelassen. Stellenweise fand ich sie jedoch auch ein wenig zu überspitzt. Insgesamt hat mich das Buch aber wunderbar unterhalten.



„Onkel Toms Hütte“ von Harriet Beecher-Stowe
Dieses Buch habe ich für die Rory-Gilmore-Reading-Challenge gelesen. Das Buch wurde von 1851 – 1852 in mehreren Abschnitten veröffentlicht. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, dennoch konnte ich irgendwie immer nur wenige Seiten lesen und habe dann eine Pause gebraucht. Das Buch macht die damalige Situation der Sklaven sehr deutlich und zeigt, wie menschenverachtend die Sklaverei gewesen ist und wie tragisch die Situation für die Sklaven war. Tom ist ein sehr liebenswerter Charakter und ich habe sehr gerne von ihm gelesen. Insgesamt kommen sehr viele Personen in der Geschichte vor, was manchmal ein wenig verwirrend gewesen ist. Insgesamt hat mir „Onkel Toms Hütte“ sehr gut gefallen und ich bin froh, diesen Klassiker nun auch endlich gelesen zu haben.



„Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher
Dieses Buch stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Nachdem ich dann Melissas Rezension auf Eulenpost(s) gelesen habe, habe ich es mir endlich ertauscht. Jay Ashers Schreibstil hat mir direkt zugesagt und ich konnte mich auf Anhieb gut in die Geschichte einfinden. Die erzählte Geschichte fand ich sehr spannend und ich war gespannt, auf die ganze Auflösung. Deswegen habe ich das Buch auch innerhalb von zwei Tagen verschlungen, was für mein momentanes Lesetempo wirklich sehr schnell gewesen ist. Hannah fand ich teilweise ein wenig überheblich, dennoch bringt sie ihre Geschichte gut rüber. Es wird sehr gut verdeutlicht, wie viele Kleinigkeiten ein Ganzes ergeben und wie dieses Ganze dann eine Seele zerbrechen kann. Asher vermittelt mit der Geschichte, wie gefährlich Lügen, Gerüchte, Vorurteile und Mobbing sind. Auch Clays Gefühle werden sehr gut dargestellt und ich konnte häufig mit ihm mitfühlen.



 „Eine wie Alaska“ von John Green
Über „Eine wie Alaska“ habe ich schon viele positive Rezensionen gelesen. Ebenso war ich Neugierig auf John Green, der mich bislang noch nicht überzeugen konnte. Da aber viele so von ihm schwärmen, wollte ich ihm und mir noch eine Chance geben. Nun ja, das wird nichts und so schnell werde ich wohl nicht wieder zu einem seiner Werke greifen. Die Handlung hat mich nicht angesprochen, ich wusste auch nicht wirklich worauf die Geschichte hinauswill und kam irgndwie nicht mit der Geschichte zurecht. Auch mit den Figuren bin ich gar nicht warm geworden, ich fand sie bekloppt bis ätzend. John Greens Schreibstil gefällt mir, er schreibt flüssig und bildlich, so dass ein guter Lesefluss entsteht. Dank diesem Schreibstil habe ich es dann geschafft, 35% des Ebooks zu lesen, doch weiter ging es einfach nicht mehr.


Kommentare:

  1. "Gleichzeitig ging mir dieses mal die ganze Szenerie auf die Nerven. Lauter hübsche Menschen, starke Männer, eine tolle Landschaft, ein Haufen Babys und am Ende siegt immer das Gute ..."

    :D Was meinst du, wie oft mir das bei solchen Büchern geht ... *g* Ich muss inzwischen schon wirklich in der richtigen Stimmung sein, um zu solchen Romanen greifen zu können. Dann aber finde ich die Vorhersehbarkeit, diese Überdosis Harmonie und all diese Barbiepuppen-Menschen ganz erholsam. ;)

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    1. Du hast vermutlich Recht, man muss wohl wirklich in der richtigen Stimmung dafür sein. Wenn ich jetzt so zurück denke, war ich beim lesen von Band 1 sicher eher in der Stimmung dafür als beim lesen von Band 2.

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