"Wir in drei Worten" von Mhairi McFarlane


© KNAUR

Rachel und Ben sind zu Uni-Zeiten die besten Freunde gewesen, doch nach dem Abschlussball verloren sie sich aus den Augen. Zehn Jahre später treffen sie wieder aufeinander und werden mit ihrer gemeinsamen Zeit, aber auch der Zeit dazwischen, in der ihrer beider Leben weiterging, konfrontiert.

Der Schreibstil der Autorin hat mir teilweise gut gefallen. Ich mag ihre Vergleiche und auch ihren Humor. Leider ist es Mhairi McFarlane jedoch nicht gut gelungen, Gefühle zu vermitteln. Ich konnte weder mit den Figuren mitfühlen, noch hat mich der Schreibstil emotional erreicht.

Die Figuren waren mir nicht sympathisch. Rachel habe ich als hinterhältig und feige empfunden, Ben als Weichei und die anderen Figuren waren vollkommen klischeehaft und stereotyp.  
Die gesamte Geschichte wirkt zu künstlich und zu konstruiert. Es gibt zu viele angebliche Zufälle und die Geschichte ist leider auch absolut voraussehbar. Plötzliche Überraschungen und Wendungen gab es nicht. Dafür gibt es immer wieder kleine Dinge, die mich stutzig machten, so kennen z.B. Rachels Eltern Ben nicht, wo sie doch so eng befreundet gewesen sind. Das ist unlogisch und leider gibt es viele solch kleine Logikfehler. Insgesamt wirkt die Geschichte dadurch auf mich recht unglaubwürdig.

Den englischen Titel „You had me at hello“ finde ich sehr passend. Zwischen dem deutschen Titel “Wir in drei Worten” und dem Inhalt ist es mir nicht gelungen, einen Bezug herzustellen.

Trotz all dieser Kritikpunkte hatte das Buch einen gewissen Reiz, so dass ich es zu Ende gelesen habe. Die Grundidee der Geschichte hat mir auch gefallen, nur die Umsetzung ist noch etwas holprig. „Wir in drei Worten“ ist der erste Roman der Autorin und ich könnte mir vorstellen, einem neuen Werk von ihr noch einmal eine Chance zu geben.


Wir in drei Worten / Mhairi McFarlane / KNAUR / 2013 / Taschenbuch / 496 Seiten / ISBN: 978-3-426-51453-5 / Preis: 9,99€ /

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