Das Zauberwort lautet Organisation – über organisiertes Bloggen.

Schon seit Anfang des Jahres habe ich kaum Rezensionen geschrieben. Ich habe zig angefangene Rezis auf meinem Desktop liegen, habe mir zu fast jedem gelesenen Buch Notizen gemacht und vor allem habe ich richtig tolle Bücher gelesen, die es verdienen, dass man über sie schreibt. Aber das Rezensieren will mir momentan so gar nicht gelingen. Einerseits will ich mir auch keinen Stress damit machen, andererseits finde ich das schade, denn so manch tolles Buch würde ich euch wirklich gerne vorstellen. Genauso geht es mir mit anderen Themen. Ich habe hier noch einige Rezepte und DIYs liegen, die nur darauf warten, verbloggt zu werden.

Ich habe Ideen, ich habe Themen, ich habe Spaß dabei entsprechende Bilder zu machen und doch kommen kaum Postings zustande. Und dabei habe ich richtig Lust zu bloggen! Das hat mich schon etwas gewurmt und ich habe überlegt, wie ich das ändern kann und wieder zu einer Schreib-Routine finden kann.



Dabei habe ich festgestellt, dass das Zauberwort ORGANISATION lautet. Bislang habe ich immer mehr oder weniger „frei Schnauze“ gebloggt. Ich habe nur grobe Zeitpläne gemacht und die auch nicht schriftlich festgehalten. Meine Ideensammlung verteilte sich auf mein Notizbuch, die Notizfunktion auf dem Smartphone und Tablet sowie zig Zettelchen auf dem Schreibtisch, in der Handtasche, zwischen Büchern... (Das kennt ihr doch auch, oder?)

Dank Google habe ich in den letzten Wochen also immer wieder mal geschaut, wie sich denn andere Bloger so organisieren. Und ich habe mein Wissen aus Seminaren über Zeitmanagement und Selbstorganisation wieder aufgefrischt. Als ich im November in München gewesen bin, habe ich von Microsoft ein Notizbuch geschenkt bekommen. Auf der Heimfahrt habe ich es voll mit Ideen und Plänen geschrieben. Seit dem lag es hier rum. Dieses Notizbuch habe ich nun wiederbelebt und mit Masking-Tape und dem Bloglogo aufgehübscht. Die Zeit in München war sehr inspirierend und indem ich genau dieses Notizbuch nun nutze, möchte ich mich wieder an meinen eigenen  dort gespürten Tatendrang erinnern.


Je Monat nutze ich eine Doppelseite, um mir einen kalendarischen Überblick über meine Postings zu verschaffen und um sie entsprechend planen zu können. Zudem schreibe ich jeden Monat meine Postingideen auf. Somit ist ab sofort Schluss mit der Zettelsammlung, denn ich habe nun alle Ideen übersichtlich an einem Ort. Und wenn ich etwas in einem Monat doch nicht umsetze, geht es mir so nicht verloren und kann jederzeit doch noch umgesetzt werden. Sich regelmäßig wiederholende Aktionen wie beispielsweise die „Helden des Alltags“ haben auch einen eigenen Platz erhalten, um themenbezogene Ideen gebündelt festhalten zu können. Zwischen den Seiten ist Platz für motivierende oder inspirierende Worte. Auch Dinge, die ich in Bezug auf den Blog oder das Design noch erledigen möchte, vergesse ich nun dank To-Do-Liste nicht mehr. Und natürlich ist noch viel Platz für neue Ideen.



Ich fange gerade erst an, mich in Bezug auf den Blog besser zu organisieren. Und doch merke ich, dass es schon zu funktionieren scheint. So konnte ich schon einige Punkte von meiner To-Do-Liste schreiben und auch dieses Posting hier schreibe ich gerade wie geplant.

Organisiert ihr eurer Bloggen oder schreibt ihr nach Lust und Laune? Wenn ihr euch organisiert, wie organisiert ihr euch?


Ich glaube ja fest daran, dass „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück“ vollkommen auf das Leben zutrifft und dass man manchmal genau das bekommt, was man gerade braucht (auch wenn man das nicht immer auf den ersten Blick erkennt und sich erst mal wundert, in was für einem Mist man jetzt schon wieder steckt). Und so kam es, dass mich diese Woche eine Mail mit einer Einladung zu Microsoft nach Berlin zu einem Workshop namens „Sie nannten es Arbeit – wir nennen es Leben“ erreicht hat. Im Workshop geht es um die Zukunft des Arbeitens und Themen wie Selbstorganisation, Work-Life-Balance und Zeitmanagement. Das passt total und ich freue mich schon sehr darauf.

Kommentare:

  1. Sehr interessanter Beitrag :) und vor allem auch inspirierend!
    Erlebe es mittlerweile auch schon, dass es zwischendurch auf dem Blog einfach nicht so laufen will wie man es gerne hätte. Zwischendurch habe ich dann schon versucht mir Sachen ins Notizbuch zu schreiben, dann kommt bei mir oft aber auch wieder eine Zeit, in der ich keine Lust darauf habe und einfach spontan nach Lust und Laune mache....so richtig den Dreh habe ich also noch nicht raus. Das Notizbuch ein bisschen auf zu hübschen und beispielsweise eine Doppelseite pro Monat zu nehmen sind aber schon mal gute Anregungen :)

    Liebste Grüße
    Juliana

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    1. Lieben Dank, es freut mich sehr, das zu hören!

      Das Notizbuch aufzuhübschen ist von der Idee her total simpel, wirkt aber Wunder. Ich hab auf einmal viel mehr Lust, es in die Hand zu nehmen, darin zu blättern und damit zu arbeiten.

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  2. Ich organisiere mein Bloggen bisher nicht wirklich. Die einzige Art von Planung liegt bei mir darin, dass ich manchmal eine Handvoll Rezensionen oder andere Posts auf einmal schreibe, speichere und dann über die nächsten Tage verteilt poste. Außerdem habe ich einen kleinen Fundus an Buchzitaten, von denen ich gerne mal eins dazwischenschiebe, damit nicht an fünf Tagen in Folge nur Rezensionen erscheinen.

    Ich bin, was das Organisieren und Planen betrifft, auch sehr zwiegespalten: Einerseits habe ich Angst, dass das Bloggen dadurch zu zwanghaft wird. Wenn Dinge zum Zwang werden, verliere ich sehr schnell den Spaß daran.
    Andererseits geht es mir mit den Rezensionen ganz ähnlich wie dir: Ich lese so viele Bücher, zu denen ich wirklich gerne etwas sagen würde, die ich empfehlen und über die ich berichten möchte, aber dann schiebe ich das Rezensieren so lange vor mir her, bis die Erinnerung an das Buch schon so verwaschen ist, dass es doch nicht mehr dazu kommt. Das ärgert mich ziemlich. Immerhin habe ich inzwischen ein Mittel gegen das Vergessen, seit ich ganz ungeplant ein richtiges Bücher-Tagebuch in die Hände bekommen habe. Mir macht es inzwischen sogar Spaß, jedes gelesene Buch darin zu notieren und am Ende meine Leseeindrücke festzuhalten. Und die Notizen helfen später natürlich sehr beim Rezensieren.

    Ob so ein Notizbuch insgesamt etwas für mich wäre – darüber sollte ich vielleicht mal nachdenken. Dir wünsche ich aber erstmal viel Spaß hier in Berlin. Hoffentlich dann mit besserem Wetter als heute, damit du nicht nur den Workshop, sondern auch die Stadt ein bisschen genießen kannst. ;)

    (Die Ergebnisse des Workshops würden mich dann übrigens sehr interessieren. Steht ein Bericht darüber schon auf der To-Do-Liste in deinem Notizbuch? ;))

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    1. Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich alles immer quasi live veröffentlicht. Irgendwann habe ich dann aber auch wie du angefangen, mehrere Rezis auf einmal zu schreiben und dann nach und nach zu posten. Wenn man mal davon absieht, dass ich momentan eine kleine Schreibflaute habe, mache ich das so auch immer noch.

      Ich habe bis vor kurzem auch gedacht, dass mir das Bloggen mit einem Plan zu zwanghaft wird. Das ist aber nicht so. Sollte sich das einmal ändern (was ich mir momentan nicht vorstellen kann), dann muss ich wieder umorganisieren. Ich verstehe aber, dass man den Spaß an Dingen verliert, wenn sie zum Zwang werden.

      So Bücher-Tagebücher sind toll. Ich habe auch ein ganz tolles, und bis vor kurzem habe ich es regelmäßig genutzt. Momentan nutze ich nur die Notizfunktion auf Tablet / Smartphone, habe mir aber vorgenommen, alle Notizen noch in das Büchertagebuch zu übertragen, weil das einfach schöner ist. Und stimmt, die Notizen helfen wirklich beim rezensieren. Deswegen hab ich mir überhaupt erst angewöhnt, welche zu machen, früher habe ich das nicht gemacht.

      Danke, ich freue mich auch schon total auf Berlin. Bin total gerne da und das mit dem Wetter hoffe ich natürlich auch. Und ja, ein Bericht wird folgen :-)

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  3. Also ich blogge immer frei Schnauze, allerdings habe ich auch so gut wie keine regelmäßigen Kategorien, die ich planen könnte. Vielleicht sollte ich mal welche einführen, ein bisschen Struktur klingt gar nicht schlecht :D

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    1. Du hast doch auch regelmäßige Dinge wie das Stempeln und bei der Montagsfrage hab ich dich auch schon gesehen - oder hab ich das gerade völlig falsch in Erinnerung? Nee, Blick auf deinen Blog sagte mir gerade, dass ich das nicht falsch abgespeichert habe ;)

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    2. Achso, ich meinte eigene Kategorien, nicht Aktionen, bei denen ich mitmache, das war von mir etwas missverständlich ausgedrückt ^^ Bei der Montagsfrage usw. ist es meistens so, dass ich erst dran denke, die Beiträge zu erstellen, wenn ich die Links anderer Blogger bei Twitter oder im Feedreader sehe. Da finde ich es ganz praktisch, wenn man wie beim Super Six Sunday schon mehrere Beiträge im Voraus planen kann, weil die Themen zum Teil über mehrere Monate vorgegeben sind. Sollte ich beim Stempeln auch mal machen, damit ich es nicht ständig vergesse.

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    3. Das mit dem im voraus planen stimmt, das hat auf jeden Fall Vorteile. Bei der Montagsfrage mag ich allerdings auch das Spontane und finde es spannend, was so "aus dem Bauch heraus" geantwortet wird. Ich plane die Montagsfrage jedoch nicht vor, weil ich im Vorfeld ja nicht weiß, ob ich zu dem Thema etwas zu sagen habe oder nicht.

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  4. Ehrlich gesagt organisiere ich mein Bloggen gar nicht. Sonst arbeite ich sehr viel mit todo-Listen und ähnlichem und irgendwie ist mein Blog da ein wenig meine gemütliche Freizone, in der ich auf so etwas verzichte. Allerdings führt es schon auch dazu, dass es immer mal wieder zu Leerläufen kommt, dass ich Rezensionen vor mir herschiebe und Kategorien wie Autorenporträts und meine Figurenvorstellungen vernachlässige.
    Insofern würde mir wohl ein wenig Organisation nicht schaden.

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    1. "Gemütliche Freizeitzone" ist eine tolle Umschreibung für den Blog. Das merk ich mir :) Ich habe mich auch lange gegen Blogorganisation gesperrt, weil ich auch dachte, dass ich nicht noch eine To-Do-Liste mehr haben will, weil ich diese Listen im Alltag auch sehr schätze. Aber momentan funktioniert es für michund ich bin froh, ein paar im Bloghintergrund laufende Dinge nun endlich erledigt zu haben :)

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  5. Also bei mir ist es, glaube ich, so ein Mittelding. Ich habe ein Notizbuch, in das ich alles Mögliche zum Blog reinschreibe: Ideen, ToDo-Listen etc. Aber ich halte mich jetzt nicht strikt daran, sondern nutze es eher, um nicht wieder alles zu vergessen, was ich mir vorgenommen habe.
    Die Beiträge an sich schreibe ich frei Schauze, ich denke da jetzt auch nicht Tage darüber nach, wie ich eine Rezension ausformuliere - ich schreibe sie einfach, wie sie mir in den Sinn kommt.
    Mein Blog ist aber auch nicht so groß, dass ich mir da allzu große Gedanken darüber machen muss. In erster Linie soll es ja einfach nur Spaß machen. :)

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    1. "In erster Linie soll es ja einfach nur Spaß machen."

      Da stimme ich dir vollkommen zu. Mir ist es auch wichtig, dass der Blog Spaß macht und nicht in eine reine Verpflichtung ausartet. Deswegen zwinge ich mich z.B. auch nicht dazu, alle noch ausstehenden Rezensionen zu schreiben. Für mich komme ich mit der Organisation klar, es macht mir Spaß und ist somit okay. Würde es mir keinen Spaß machen, würde ich es auch nicht machen.

      Vergessen ist auch ein gutes Stichwort. Deswegen schreibe ich mir meine Ideen auch auf, ich will gar nicht wissen, welch tolle Ideen ich vielleicht schon hatte und dann wieder vergessen habe :)

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