[HOMETOWN EXPLORATION] Burgerlich & Residenz Film Lounge

Die [HOMETOWN EXPLORATION] Juli kommt leider ein wenig verzögert, dafür jedoch gleich doppelt daher. Im Juli bin ich nämlich an zwei Orten gewesen, welche auf meiner to-see-in-Cologne-Liste standen.





Vom Burgerlich in Köln habe ich schon viel positives gehört und tolle Bilder bei Instagram gesehen, weswegen ich sehr neugierig auf den Laden gewesen bin. Nach einer Bibliotheks- und Shoppingtour und somit entsprechend voll bepackt und hungrig, haben mein Freund und ich das Burgerlich besucht. „No ordinary Hamburger“ ist das Credo des Burgerlichs und ich war gespannt, ob dieses Versprechen gehalten werden kann.

Gut erreichbar auf dem Hohenzollernring gelegen, kann man das Burgerlich gar nicht verfehlen. Durch die große Glasfassade ist das Restaurant hell und freundlich. Obwohl die Location mich äußerlich ein klein wenig an ein Goldfischglas erinnert, fühlt man sich innen nicht von außen beobachtet. Einrichtung und Dekoration sind modern, man sieht warme Farben und viel Kupfer und erkennt Elemente der Speisekarte in der Dekoration wieder.
Burgerlich Köln
© Burgerlich
Die Bestellung erfolgt via Tablet und nach einer kurzen Erklärung durch eine freundliche Servicedame funktioniert dies sehr einfach und gut. Es gibt Burger (mit Rindfleisch-Patty, Huhn, Lachs oder in der vegetarischen Variante mit Portobello-Pilz) in verschiedenen Varianten wie Cheese oder Chili Burger, Salate, Gemüse, zwei verschiedene Sorten Pommes, Chips, verschiedene Getränke und Nachspeisen. Alles wird frisch und vor Ort zubereitet, die Kartoffeln werden erst in der Küche zu Pommes und Chips verarbeitet und auch das Rindfleisch für die Pattys wird frisch vor Ort gewolft. Auch auf der Getränkekarte findet sich selbstgemachtes wie Limonaden und Shakes und das Eis wird von einer Eismanufaktur für das Burgerlich hergestellt. Und klar, auch die Burgerbrötchen werden in 3 Varianten eigens für das Burgerlich gemacht und im Lokal frisch aufgebacken.

Nach Absenden unserer Bestellung kamen sehr schnell die Getränke und auch die bestellten Burger und Sides ließen nicht lange auf sich warten. Die Burger sahen genauso lecker aus wie auf den Bildern der Speisekarte und haben fantastisch geschmeckt. Ich habe noch nie so einen guten Burger gegessen! Auch die Kartoffelchips waren super lecker, ebenso der Schokoshake meines Freundes. Vor lauter Begeisterung habe ich völlig vergessen, Bilder zu machen. Ja, ich weiß, Schande über mein Bloggerhaupt.

© Burgerlich
Der Service war immer sehr schnell und freundlich und trotz der Bestellung via Tablet haben wir uns zu keinem Zeitpunkt irgendwie alleine gelassen gefühlt. Die Bestellungen werden übrigens auf eine Karte gebucht, die Zahlung erfolgt dann am Ausgang.

Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich sehr fair. Das Essen hat eine gute Qualität, schmeckt fantastisch und die Größe der Portionen ist völlig in Ordnung. Die Preise für die Burger liegen zwischen 5,00 und 7,75€, für eine hausgemachte Limo bezahlt man 2,75€ und die Pommes kosten 2,00€.

Das Burgerlich gehört ab sofort zu meinen Lieblingsrestaurants in Köln und während ich dies schreibe, komme ich in große Versuchung, gleich in die Innenstadt auf den Hohenzollernring zu fahren :) Momentan gibt es das Burgerlich nur in Köln, eine Filiale in Hamburg ist jedoch in Planung.

Burgerlich Köln
Hohenzollernring 25
50672 Köln
www.burgerlich.com


Die zweite [HOMETOWN EXPLORATION] im Juli führte mich wieder auf die Ringe, in die Residenz Film Lounge. Ich mag Kinos die Flair haben und in denen man sich nicht fühlt wie in einer Legebatterie für Hühner und bin früher regelmäßig ins Kino gegangen. Seit ich jedoch vor 4 Jahren mit meinem Freund zusammengezogen bin, lebe  ich in einem Haushalt mit Beamer statt Fernseher und durfte schon die Erfahrung machen, dass die Kinoleinwand kleiner gewesen ist als die Leinwand zu Hause. Keine Übertreibung. Deswegen gehen wir inzwischen nur noch selten ins Kino und obwohl es die Residenz Film Lounge schon seit einer Weile gibt, bin ich deswegen erst jetzt da gewesen.

Bereits beim Betreten macht das Residenz durch die große Bar einen ganz anderen Eindruck als „normale“ Kinos. Nach dem Kauf der Eintrittskarten kann man sich an der Bar einen im Eintritt enthaltenen Welcome Drink abholen und an Stehtischen auf den Einlass warten. Popcorn, Käsenachos und Cola aus dem 2 Liter-Becher sucht man hier vergeblich, dafür gibt es Cocktails, Wein, Champagner, Käseplatten und Obstsalat. In der Zeit zwischen Einlass und Filmbeginn wird man auch am Platz bedient.

Der Kinosaal war groß, roch angenehm nach frischem Leder und ein wenig nach Möbelhaus und
beeindruckte mich durch eine stimmungsvolle Kombination aus Licht, Musik und Ambiente. Es gibt Einzel- und Doppelsitze in angenehmer Größe und mit ausreichend Abstand zum Sitznachbarn. Kämpfe um die Armlehne mit fremden Menschen sind hier auch nicht mehr nötig, denn jeder hat seine eigene Armlehne inkl. Champagnerkühler und Platz zur Ablage von Gläsern. Auch lange Beine kann man bequem ausstrecken und die Sitze kann man auch noch nach hinten lehnen. Auf den Logen-Sitzen hat man zusätzlich auch noch einen Hocker als Fußablage. Es war wirklich sehr angenehm, so bequem zu sitzen und anders als in Kinos mit engen Klappstühlen wurde ich auch nicht irgendwann unruhig und begann nicht wie sonst hin und her zu rutschen um eine halbwegs bequeme Position zu finden.

Der Sound im Kino war sehr gut und auch die Darstellung des Films in 3D war gut. Nur die 3D-Brillen waren sehr schwer, was etwas unangenehm war. Störend war auch, dass mir die Brille durch das hohe Gewicht immer wieder von der Nase rutschen wollte.

Angeschaut haben wir uns  die Literaturverfilmung „Die Karte meiner Träume“ des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet. Jeunet drehte auch „Die fabelhafte Welt der Amélie“, weswegen ich sehr gespannt auf den Film gewesen bin. Der Film war ganz anders als erwartet und hatte leider einige Längen, war insgesamt aber – auch durch die schönen Landschaftsaufnahmen – nett anzusehen.

Insgesamt hat mir die Residenz Film Lounge sehr gut gefallen. Das Ambiente ist gehoben und sehr angenehm, die Sessel sind bequem und man hat ausreichend Platz. Ich war im Vorfeld auf Grund der im Vergleich zu anderen Kinos (je nach Film und Uhrzeit) höheren Eintrittskosten etwas unsicher, ob sich das wirklich lohnt, kann jetzt aber nur sagen, dass es sich lohnt, wenn man einen besonderen Kinobesuch erleben möchte.

Residenz – eine ASTOR Film Lounge
Kaiser-Wilhelm-Ring 30-32
50672 Köln
www.koeln.astor-filmlounge.de 

Zwei Locations, zwei schöne Abende, zwei schöne Orte in Köln entdeckt. Das hat sich gelohnt. 


Zukünftig werde ich immer am letzten Sonntag im Monat einen in Köln neu entdeckten Ort in der Rubrik [HOMETOWN EXPLORATION] vorstellen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr Lust habt, mitzumachen und im August auch in eurem Heimatort auf Entdeckungstour geht. Veröffentlicht wird der Beitrag dann am jeweils letzten Sonntag im Monat, also das nächste mal am 24. August. Den Link zu eurem Beitrag könnt ihr dann in meinem entsprechenden Beitrag als Kommentar hinterlassen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir so eine schöne Sammlung an tollen, sehenswerten Orten zusammen bekämen! Die Grafik darf natürlich gerne mitgenommen werden.

Vorherige Entdeckungstouren:

Mai: Flora Köln
Juni: Alter Geusenfriedhof