Ein Spaziergang durch Trier

Ich mag Trier, die älteste Stadt Deutschlands, sehr. Dies liegt nicht nur daran, dass ich dort Familie habe, sondern auch daran, dass Trier wirklich schön ist. Im Herbst bin ich ein paar Tage da und Ende Februar wieder. Im Herbst habe ich viele Bilder gemacht und lade euch jetzt auf einen kleinen Spaziergang durch Trier ein. 

Auf dem Markusberg steht in 300 m Höhe die insgesamt 40 Meter hohe Mariensäule. Die Säule wurde im 19. Jahrhundert zu Ehren Marias, Jesus Mutter, errichtet. Die Stadt liegt der Säule quasi zu Füßen und von dort oben hat man eine tolle Aussicht auf die Mosel, Trier und die Umgebung. Leider war es etwas nebelig als ich dort war, weswegen man nicht ganz so weit gucken konnte wie sonst. 

Blick nach links



Blick nach rechts. Am rechten Bildrand seht ihr die Römerbrücke. 

Die Römerbrücke ist die älteste Brücke Deutschlands. Eine erste Version existierte bereits 17 vor Christus. Auch die Pfeiler der heutigen Brücke sind sehr alt, da sie zwischen 144 und 152 nach Christus erbaut worden sind.

Ein Stückchen von der Mariensäule entfernt liegt das Cafe Mohrenkopf. Hier gibt es nicht nur leckeren Kuchen, sondern im Sommer auch einen sehr schönen Garten mit einer schönen Aussicht über die Stadt.

Dieser Schoko-Nuss-Kuchen war großartig.

Vom Markusberg aus ging es dann weiter in die Trierer Innenstadt zur Porta Nigra. Das auch Porta genannte Stadttor gilt als das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Die Porta wurde etwa 180 nach Christus aus großen Sandsteinquadern erbaut. Die Porta wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und verändert. Einige dieser Veränderungen sind heute nicht mehr sichtbar. Gut zu erkennen ist jedoch, dass die Porta selbst nie ganz fertig gebaut worden ist. Ich finde die Geschichte der Porta sehr interessant, sie verleiht dem Gebäude einfach etwas lebendiges. 

Die Porta Nigra

Von der Porta aus geht es dann über die Simeonsstraße in Richtung Hauptmarkt. Auf der Simeonsstraße gibt es einige nette Läden zum Shoppen, Eisdielen und Cafés. Nach einigen Metern kommt links das Dreikönigenhaus. Um etwa 1230 wurde das Haus als Wohnturm gebaut. Das besondere daran ist, dass die Eingänge damals einige Meter über dem Boden lagen und über Leitern, welche bei Angriffen hochgezogen werden konnten, erreichbar waren. Ich finde das Gebäude total schön, besonders bei Sonnenschein. 

Dreikönigenhaus

Judengasse

Der Hauptmarkt ist einer der größten Plätze in Trier. Er ist gesäumt von hübschen, historischen Gebäuden. In der Mitte steht das Marktkreuz und der Petrusbrunnen, welcher frisch restauriert ist. Nicht nur für den Wochenmarkt, sondern auch für den Weihnachtsmarkt bietet der Hauptmarkt eine märchenhafte Kulisse. 

Fassaden am Hauptmarkt
Ein Blumenstand auf dem Hauptmarkt

Vom Hauptmarkt aus kann man dann auch schon einen ersten Blick auf den Trierer Dom werfen. Und wie sollte es in der ältesten Stadt Deutschlands auch anders sein, so ist auch der Trierer Dom die älteste Bischofskirche in Deutschland. Der Dom gehört sowohl zum UNESCO Welterbe als auch als geschütztes Kulturgut. 

Hohe Domkirche St. Peter zu Trier

Der heutige Dom steht über einem alten Wohnhaus, zu welchem auch eine Basilika gehörte. Die ab 310 nach Christus errichtete Basilika wurde im Laufe der Zeit zum heutigen Dom überbaut und erweitert. 

Der Dom beherbergt einige Reliquien wie den heiligen Rock, welcher Fragmente der Tunika Jesu Christis enthalten soll, was jedoch als umstritten gilt. Ebenfalls gehört dem Dom einer der Kreuznägel vom Kreuz Christi. Der Dom ist von innen wunderschön und man kann wirklich viel Zeit damit verbringen, alles anzuschauen. Besonders beeindruckend finde ich die Malereien und Stuckarbeiten an der Decke. 

Auf dem heutigen Taufbecken stand früher eine Jesusfigur, aus deren Wunden rot gefärbtes Wasser in das Becken lief. Das hätte ich gerne mal gesehen, wobei ich nicht weiß, ob ich das gruselig oder lustig fände. 

Fenster von außen

Fenster von innen

Der Dom wird durch den Kreuzgang mit der Liebfrauenkirche verbunden. Mir hat der Kreuzgang sehr gut gefallen. Wenn die Sonnenstrahlen zwischen den Säulen durchscheinen, hat der Ort einfach etwas magisches. 

Kreuzgang des Doms
Blick auf den Innenhof und den Kreuzgang

Auch der Innenhof ist schön gestaltet und schön bepflanzt. Ich weiß nicht, ob man das darf, aber die Vorstellung dort in Ruhe zu sitzen, alles zu beobachten und etwas zu Lesen gefällt mir wirklich gut. 

Der Trierer Dom

Vom Dom aus ging es dann weiter zum Kurfürstlichen Palais. Das Palais wurde im 17. Jahrhundert als Sitz der Kurfürsten erbaut. Die Geschichte des Gebäudes ist abwechslungsreich. Heute gilt das Palais als einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt. 

Kurfürstliches Palais

Der ehemalige Palastgarten ist heute ein öffentlicher Park. 



Wenn ich das Bild jetzt so sehe, hätte ich es besser von der anderen Seite aus mit Blick auf das Palais aufgenommen. Beim nächsten Mal.

Trier hat natürlich noch mehr zu bieten, aber das zeige ich euch dann auch beim nächsten Mal. 

Kommentare:

  1. Huhu,
    tolle Bilder :)
    In Treier war ich noch nie aber es sieht wirklich sehr schön aus dort ♥

    LG

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    1. Danke. Trier ist in echt noch schöner als auf den Bildern :)

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  2. Am Samstag war ich noch dort :) Ich bin gespannt auf weitere Fotos.
    Lg Lara

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    1. Wohnst du in der Gegend oder warst du auch zu Besuch?

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  3. Hallo Julia!

    Vielen Dank für den schönen Städtetrip - wirklich tolle Bilder!

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  4. Tolle und atmosphärische Fotos und man merkt genau, wie sehr du die Stadt magst. :) Oh, und ich finde Klostergärten und Kreuzgänge wunderschön und hätte nichts dagegen in einem ehemaligen Kloster zu wohnen, um täglich so einen schönen Anblick genießen zu können (wobei ich zugeben muss, dass ich dann gern einen Mitbewohner hätte, der sich um den Garten kümmert :D).

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    1. Dankeschön!

      Die Vorstellung an einem solchen Ort zu leben gefällt mir auch. Eine eigene Bibliothek mit einer solchen Aussicht hätte definitiv etwas :) Wobei ich den Gärtner auch nehmen würde.

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    2. Vor Jahren war ich im Schwarzwald mal bei einer Klosterruine, bei der nur noch einige Außenwände mit gotischen Fensteröffnungen standen - und dazwischen standen Obstbäume. Das war auch sehr cool! Aber ein altes Kloster als Wohnraum fände ich noch schöner. :)

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    3. Das klingt wirklich schön. Ich mag solche Orte, sie erzählen so viele Geschichten.

      Zum Wohnen ist ein Kloster aber sicher schöner. Und auch wärmer als so eine Ruine ;)

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